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Drei große Meister vereint in perfekter Harmonie

Wenn zwei explizite Kammermusiker wie Renaud Capuçon und Clemens Hagen aufeinandertreffen und ihr Tun mit Daniil Trifonov, einem der faszinierendsten Pianisten unserer Zeit, teilen, dann entsteht so etwas wie perfekte Harmonie.

Am Donnerstag hatten die Konzertveranstalter des Klubs Round Table 6 Wels das Glück, die Ausnahmemusiker am Tag vor ihrem Auftritt in Salzburg auf Schloss Kammer zu Gast zu haben.

Mag sein, dass es für die drei eine öffentliche Generalprobe gewesen ist, für das Publikum war es eine überzeugende Demonstration fein abgestimmten Musizierens. Vor allem bei Tschaikowskis a-Moll-Klaviertrio, wo sich Renaud Capuçon und Clemens Hagen die einzelnen Phrasen zuwarfen und höchst sensibel aufeinander reagierten.

Bis zum Bersten ausgereizt

Daniil Trifonov fand einen idealen Weg, diese ausgewogene Kommunikation fein zu unterstützen. Es gelang ihm, oft ungehörte Untertöne aus dem Klavier zu zaubern, scheinbar unwesentliche Nebenlinien deutlich zu machen und auf höchst sensible Art und Weise das Ganze zu einem Gesamtkunstwerk verschmelzen zu lassen.

Obwohl keiner seine solistischen Qualitäten verbergen konnte oder wollte, war dies nicht störend, sondern brachte zusätzliche Spannung ins Spiel, das so nie routiniert eindimensional, sondern in jedem Moment frisch, wie eben erst erdacht, klang. Das gelang Renaud Capuçon und Daniil Trifonov auch im ersten Teil mit den Violinsonaten von Claude Debussy und César Franck. Auch hier nobles Musizieren, mit viel Gespür für die große Form und das kleine Detail. (wruss)

Fazit: Eine feine Festspiel-Kostprobe für den guten Zweck, den Round Table 6 Wels mit seinen Konzerten verfolgt. Kammermusik auf höchstem Niveau und emotional bis zum Bersten ausgereizt.

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Artikel 11. August 2018 - 00:04 Uhr
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