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Wohnen

Logistikimmobilien als Krisengewinner

Von OÖN   05. Juni 2021 00:04 Uhr

Logistikimmobilien als Krisengewinner
Rund 510 Millionen Euro Transaktionsvolumen bei Logistikimmobilien

Rekordvolumen im Vorjahr – Treiber ist der Onlinehandel.

Bereits 2019 gab es mit einem Transaktionsvolumen von rund 450 Millionen Euro einen Rekord bei Logistikimmobilien in Österreich. Im Corona-Jahr 2020 wurde dieser Wert noch einmal übertroffen. Logistikimmobilien im Volumen von rund 510 Millionen Euro wurden gehandelt. Diese Immobilien-Investment-Assetklasse rangierte damit zum ersten Mal auf Platz drei hinter Wohnen und Büro. Es war der einzige Immobiliensektor, in dem ein Wachstum im Vergleich zum Jahr davor verzeichnet wurde.

Das geht aus einer Analyse des Immobilienmakler-Netzwerks Remax hervor.

Aufgrund der gestiegenen Preise für Logistikimmobilien bei unveränderten Logistikmieten haben sich die Spitzenrenditen vom Vorjahreswert mit fünf Prozent auf 4,5 Prozent verringert. "Wir sehen auch im laufenden Jahr 2021 einen deutlichen Nachfrageüberhang bei Logistikimmobilien. Deshalb gehen wir heute davon aus, dass sich die Renditen weiter in Richtung vier Prozent und möglicherweise sogar darunter orientieren werden", sagt Stefan Krejci von Remax Commercial. Wesentlicher Treiber dieser Entwicklung ist der Onlinehandel. Der Wirtschaftskammer zufolge ist dieser im Jahr 2020 um 17 Prozent auf zwölf Milliarden Euro gestiegen. "Viele Menschen mussten – zum Teil sogar zwangsläufig – mit ihren Einkäufen ins Internet ausweichen. Es wird spannend sein, zu sehen, ob diese Entwicklung auch wieder umgekehrt werden kann, wenn Kunden wieder planbar und dauerhaft den stationären Handel aufsuchen können", sagt Krejci. Als weiterer möglicher Treiber gilt die Neuverteilung von Produktionsstandorten. Neue Werke und damit einhergehend verkürzte Lieferwege können mit steigenden Lagerbeständen korrelieren und sind somit miteinander verwoben, heißt es. "Entscheidend wird die Frage, wie sich der politische Wunsch nach Versorgungssicherheit und gestärkten nationalen oder europäischen Produktionsketten mit dem ebenfalls starken Bedürfnis nach effizienter Flächennutzung und reduzierter Bodenversiegelung verhalten wird", sagt Krejci.

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