Lade Inhalte...

Kultur

Die Sprengmeister der Klassik

Von Ludwig Heinrich   20. April 2019

Mission: Revolution
Familiär verbunden: Julius Darvas am Bass, die beiden Geiger Ondrej und Roman Janoska, Pianist Frantisek Janoska (v. l.)

Das Janoska Ensemble sprengt die Klassik-Grenzen, bald gastieren die drei Brüder und ihr Schwager im Land.

Vor fünf Jahren haben die Brüder Ondrej, Roman und Frantisek und ihr "angeheirateter Schwager" Julius Darvas das Janoska Ensemble gegründet. Ihr Mix aus Klassik, Jazz, Improvisation gefällt. Frantisek Janoska und Julius Darvas im Interview.

was ist los? Wie kam es zur Gründung des Quartetts?

Frantisek Janoska: Wir waren immer schon der Ansicht, in unserem musikalischen Leben würde etwas fehlen. Wir haben das diskutiert. Im Wesentlichen ging es darum, dass wir die Improvisation vermissten.

Was war das Resultat?

Janoska: Dass es zum Beispiel bei uns keine Erste und Zweite Geige geben sollte, sondern zwei verschiedene Geigen. Roman ist ein Jazzer, Ondrej ein purer Klassiker. Jeder pflegt seinen Stil, und die beiden haben einen eigenen Stellenwert.

Wie kamen Sie zu Universal Music?

Julius Darvas: Eineinhalb Jahre, dann durften wir dort unser erstes Album vorbereiten. In Österreich wurden wir "vergoldet", verkauften global sehr gut, vor allem in Asien. In Korea erreichten wir die Top Fünf der Charts. Janoska: Seither haben wir auf vier Kontinenten mehrere hundert Konzerte gespielt. Unser Janoska-Style wurde zum neuen Genre.

An welche Konzerte erinnern Sie sich gerne?

Darvas: Das im Seoul Art Center in Südkorea. Der Manager hatte uns zuvor geflüstert, dort würden wir auf ein sehr konservatives Publikum treffen. Da wurden wir nervös. 2500 Leute, der Saal war voll. Nach der ersten Nummer gab’s Standing Ovations. Der Manager sagte, so was hätte er noch nie erlebt.

Nun ist Ihr zweites Album "Revolution" erschienen. Das verbindet man schnell mit den Beatles?

Darvas: Das ist richtig. Die Beatles haben die Popmusik revolutioniert, wir möchten die Klassik revolutionieren. Das Mastering geschah in den legendären Abbey Road Studios in London. Natürlich haben wir es uns nicht nehmen lassen, das berühmte Foto der Beatles auf dem Zebrastreifen nachzustellen. Unsere "Revolution"-Arrangements von "Penny Lane" und "Let It Be" entstanden im Studio. Zu "Yesterday" haben wir uns Besonderes einfallen lassen. Es wurde ja als "Barock-Song" eingestuft, wir haben die Musik mit der Cello-Suite von Bach verbunden. Darvas: Der Toningenieur hat uns bestätigt, wie gerne die Beatles improvisierten. Er hat uns versprochen, dass er Paul McCartney ein "Revolution"-Album geben wird. "Paul will like it!".

Haben Sie manchmal auch Zeit für andere Dinge als Musik?

Bei unseren Reisen versuchen wir, die besten Restaurants und deren Rezepte kennenzulernen. Eine unserer Spezialitäten: Pasta "Papa Francesco". Janoska: Ondrej ist leidenschaftlicher Angler, und Roman ist modeverrückt. Julius hat ein Faible für alte Instrumente. Und ich bin Schuhfetischist.

Termine: 25. 4., Oberbank Forum (ausverkauft!), 3. 5. Bad Schallerbach,
11. 5. Pfarrkirche Sierning, Karten: www.janoskaensemble.com

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Kultur

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less