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Kultur

Ein Staatspreis zum 20-Jahr-Jubiläum

Von Hannah Winkelbauer   28. November 2018

Ein Staatspreis zum 20-Jahr-Jubiläum
Fiftitu% bietet Beratung und und Weiterbildung für Frauen in Kunst und Kultur. 2015 lud das „Girls Rock Camp“ junge Mädchen zum Experimentieren ein.

Linzer Kulturverein Fiftitu% wird mit "Outstanding Artist Award" des Bundes geehrt.

Morgen erhält Fiftitu%, der "Verein zur Förderung von Kunst und Kultur von Frauen in Oberösterreich", den "Outstanding Artist Award" des Bundes im Bereich "Kulturinitiativen". Die Auszeichnung, die zu den Staatspreisen zählt, ist mit 10.000 Euro dotiert und ehrt herausragende Positionen der österreichischen Kunst und Kultur der jüngeren und mittleren Generation. Man habe "eine volle Freude", auch deshalb, weil der Preis überraschend kam, sagt Oona Valarie Serbest, Künstlerin und Geschäftsführerin von Fiftitu%, im Gespräch mit den OÖN. Eine unabhängige Jury hatte Fiftitu% für den Award vorgeschlagen. "Wir hatten in den letzten zwei Jahren mit vielen Unterstellungen zu kämpfen, u.a. dass unsere Arbeit zu spezifisch oder gar keine Kunst und Kultur sei", sagt Serbest. Und weiter: "Dass wir jetzt diesen wichtigen Preis erhalten, macht deutlich, dass unsere hohe Fachkenntnis und unser breitgefächertes Schaffen in Kunst und Kultur anerkannt wird." Der Geldpreis könne nun direkt in die weitere Tätigkeit gesteckt werden.

Bis zu 52 Prozent der Weltbevölkerung sind weiblich. Der Name des Vereins, der heuer sein 20-jähriges Bestehen feiert, spielt darauf an. Neben Kunstprojekten organisiert Fiftitu% auch Weiterbildungsangebote und Veranstaltungen wie Lesungen oder Workshops. Laut Eigendefinition versteht sich der Verein als "treibende Kraft in der kulturellen Gestaltung von Teilhabe und Gleichberechtigung". In der Begründung der Jury für den "Outstanding Artist Award" heißt es: "Die Mischung aus Kunst- und Kulturarbeit und das breite Angebot im Bereich Vernetzung, Beratung und Service machen Fiftitu% als Initiative so wichtig." Eines der Ziele von Fiftitu% sei es, jungen Frauen geschützte Räume zu öffnen, in denen sie sich auch abseits der Norm erproben können, sagt Serbest. So bot das "Girls Rock Camp" 2015 jungen Mädchen die Möglichkeit, neue Instrumente zu lernen, zu experimentieren und Bands zu gründen und unter Anleitung von Profis eine Woche lang zu proben. "Wichtig ist auch, dass die Arbeit unserer Beratungsstelle zwar oft nicht sichtbar ist, aber dennoch gehen die Ergebnisse an die Gesellschaft und die Wirtschaft zurück", sagt Serbest und führt als Beispiel die Beratung von Künstlerinnen in Bezug auf ihre Erwerbstätigkeit an.

Infos zu allen Projekten und Angeboten: www.fiftitu.at

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