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komA-proben statt komA-saufen

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Bild: frech09

Viel „Zündstoff“ bietet die Fadinger Umsetzung des Stücks „komA“.

Samstag 12:00 Uhr - die Mittagssirene heult, die Schulglocke läutet und meine armen Ohren sind noch tauber als vom Freitagabend … Osterglocken? Ich stehe am Schulhof, einsam und alleine, und komme mir vor wie ein Streber  der auch in den Ferien die schulische Nähe sucht, weil er ja irgend etwas versäumen könnte - und sei es nur  der 100ste Geburtstag unseres Fadinger Schulhauses …

Egal, aber was läuft jetzt wieder? Schreie, Geschluchze und aufgeregtes Herumgetrampel -  Keine Angst, es herrschen nur die seit Herbst üblichen  „komAtösen“  Weekend - & nun Ferial -Zustände     an der Fadingerstraße, denn hier wird fleißig für das Stück „komA“ geprobt, das am 16. April seine Premiere feiert. Die Story um einen Amokläufer und sein Umfeld hatte letztes Jahr ihre Uraufführung in Wien – ist verdammt erfolgreich (Stella & Nestroy-Preis) und spielt nicht im Theater, sondern eben in einer Schule – das ganze Schulhaus wird zur Bühne – ideal für unser 100jähriges Jubiläum. - Das haben sich auch Fredi Rauch (Zündstoff) und Manfred Pilsz (MRG / FRECH) gedacht als sie letzten Sommer das Stück an Land zogen.

Wie auch immer, ich geh also in den Turnsaal rein und entführe die Schauspielerinnen - meine Schulkolleginnen, um ein FRECHes Interview mit ihnen zu machen - natürlich in einer Probenpause - man will es sich ja nicht mit dem „Chef“ verscherzen …  Regisseur John F Kutil  verschwindet mit der restlichen Crew in einem Klassenraum, um dort eine meiner Szenen durchzuspielen. Das kann auch richtig anstrengend sein und ist nicht immer wie auf einer Blumenwiese. Denn körperlicher sowie geistiger Einsatz ist gefragt und wenn man mal einen Aussetzer hat, wie es  manchmal vorkommen kann, heißt es trotzdem Augen zu und durch!

Solche „komAtage“ sind wie im Teufelskreis: Am Anfang  tut  man sich mit dem Text noch schwer, in der Mitte muss man so dringend pinkeln, dass man voller Zappelei nicht mehr ruhig sitzen bleiben kann und am Ende ist alles dann immer so voller Elan, dass man gar nicht mehr aufhören will – egal ob im Festsaal, in einer Klasse, in der Dusche, im Heizraum, am Gang oder dann eben doch am Klo …

Es ist auf jeden Fall eine Menge zu lernen und man muss auch sehr aufnahmefähig sein, aber trotz mancher schweren Stunden, wo man probt oder nicht ausschlafen kann um zu proben, ist es immer wieder eine Freude da mitzumachen und wenn Sie wollen, können Sie ja das Ergebnis ja selbst bewundern. Denn im Rahmen von Linz09, oder besser gesagt von Zündstoff, kann man dieses Werk als Stationentheater in den 100jahr alten Mauern unseres Schulhauses erleben – inklusive eines
„Runden Tisches“  am 18. April mit einer hochkarätigen Besetzung moderiert vom Ex-Fadinger und
OÖN-Gerichtsspezialisten Gerhard Lukesch – Also machen Sie sich auf den Schulweg! – In Null-komA-nix geht’s los …

von Astrid Dober & Susanne Deil

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