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Wirtschaftsraum OÖ

Lawog: Hohe Grundpreise, verteuertes Bauen

07. Mai 2022 00:06 Uhr

Lawog: Hohe Grundpreise, verteuertes Bauen
162 Mietwohnungen hat die Lawog 2021 in Linz-Süd übergeben.

LINZ. Die gemeinnützige Genossenschaft hat 472 Wohnungen in Bau.

Bei 700 und 900 Euro Grundstückspreis pro Quadratmeter hat die gemeinnützige Landeswohnungsgenossenschaft Lawog ihr Interesse zurückgezogen. "Das ist dann nicht mehr unser Part", sagt Vorstandsdirektor Nikolaus Prammer. Die Lawog hat daher in Leonding keinen Grund zugekauft, weil solche Bodenpreise für die Kundenklientel, die die Lawog bedienen will, nicht vertretbar seien, berichtet Prammer beim Jahresmediengespräch. 130.000 Quadratmeter hat die Lawog an Grundstücksreserven. Prammer versichert: allesamt in Regionen, wo auch Wohnbedarf besteht.

Die Lawog – vor fast 70 Jahren dazu gegründet, um Wohnbaracken zu ersetzen – ist in 200 Gemeinden Oberösterreichs vertreten. Nicht überall wird das Angebot noch gebraucht. In Sandl und Weyer würden Immobilien abgegeben, weil es dort längerfristige Leerstände gebe, so Prammer.

Unterm Strich liege der Leerstand bei niedrigen 1,23 Prozent, darin seien auch Wohnungen enthalten, die aufgrund einer Sanierung einige Monate nicht vermietet würden, erklärt Prammer.

Heuer plant die Lawog den Baubeginn von gut 200 Wohnungen. Die vom Land gelockerten Baupreislimits (die OÖN berichteten) bedeuten, dass jetzt auch Angebote hereinkommen, ist Prammer überzeugt. Wie berichtet, gab es aufgrund der stark gestiegenen Baupreise im sozialen Wohnbau zu Jahresbeginn weder Ausschreibungen, noch haben Baufirmen Angebote gestellt.

Derzeit in Bau hat die Lawog 472 Wohnungen, knapp ein Viertel davon sind Eigentumswohnungen. 117 sollen heuer übergeben werden. Das sich aus den Bauten des Vorjahres ergebende Bauvolumen betrug 75 Millionen Euro, inklusive Sanierungen wurden 95,8 Millionen Euro (2020: 77,6 Millionen) abgearbeitet. 16.400 Wohnungen gehören der Lawog, 1450-mal im Jahr komme es zu Mieterwechseln.

Die Energiepreisdebatte sieht der Lawog-Vorstand pragmatisch: Das, was möglich sei, werde gemacht. Im städtischen Bereich werde zu 85 Prozent mit Fernwärme geheizt. Ein Umrüsten von Gasheizungen auf Wärmepumpen sei teilweise möglich, bedeute für die Mieter aber höhere Kosten, weil diese betreuungsintensiver seien, sagt der zweite Vorstandsdirektor Frank Schneider. (sib)

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