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Wirtschaftsraum OÖ

Beim Bio-Soja-Anbau ist Österreich Europameister

02. Januar 2021 00:04 Uhr

Beim Bio-Soja-Anbau ist Österreich Europameister
Soja-Vereinsobmann Karl Fischer

LINZ/WIEN. Rekordernte bei der viertwichtigsten Ackerkultur.

Der Erfolgskurs von Soja in Österreich setzt sich fort, wie die AMA-Herbsterhebung zeigt: So liegt die Soja-Ernte zum zweiten Mal in Folge bei mehr als 200.000 Tonnen. Die Gesamtanbaufläche blieb mit 69.000 Hektar stabil, somit ist Soja nach Mais, Weizen und Gerste die viertwichtigste Ackerkultur in Österreich.

Auffallend ist, dass der Bio-Bereich große Zuwächse verzeichnet: Mit 27.000 Hektar macht der Bioflächen-Anteil 39 Prozent (2019: 35 Prozent) aus. "Das ist unerreicht in Europa", sagt Karl Fischer. Der Hörschinger ist ehrenamtlicher Obmann des Vereins Soja in Österreich und hat sich kürzlich mit der "Werkstatt für Lebensmittelkonzepte" selbstständig gemacht. Erfreulich sei im Bio-Bereich auch die Rekordernte von 71.300 Tonnen. Das sind neun Prozent mehr als im Vorjahr.

"Soja hat längst den Weg aus der Nische geschafft, die Anbaufläche hat sich binnen zehn Jahren verdoppelt", sagt Fischer. 202.000 Tonnen haben Österreichs Soja-Bauern heuer trotz der vergleichsweise feuchten Witterung geerntet. Nummer eins ist das Burgenland mit 64.400 Tonnen, dahinter folgen Niederösterreich mit 60.000 und Oberösterreich mit 48.700 Tonnen. "Mit nur zwei Prozent der EU-Ackerfläche erzeugen unsere Landwirte acht Prozent der EU-Sojaernte." Damit ist Österreich fünftgrößter Sojaproduzent in der EU.

Im Unterschied zu anderen Ländern wird in Österreich Soja seit jeher gentechnikfrei produziert. Dies sei auch das ausschlaggebende Argument bei der Vermarktung heimischer Soja-Produkte, so Fischer. Während außerdem weltweit mehr als 80 Prozent der Sojaernte für Futtermittel verwendet werden, wird in Österreich rund die Hälfte für die Produktion von Lebensmitteln eingesetzt.

Fischer schätzt das Potenzial der Sojabohne in Österreich bis zum Jahr 2030 auf 100.000 Hektar Anbaufläche mit einer jährlichen Erntemenge von bis 350.000 Tonnen ein. Damit könnte Österreich alleine mit dieser Feldfrucht entscheidende Schritte zur Schließung der Eiweißlücke erreichen. (viel)

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