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Wirtschaft

Wie 22 heimische Firmenchefs die Impfmoral heben wollen

Von nachrichten.at   26. Januar 2022 11:43 Uhr

(Symbolbild)

LINZ. 22 große oberösterreichische Industrieunternehmen haben sich zusammengeschlossen und wollen mit der Kampagne „Wir haben etwas gegen Corona“ die Impfquote heben. 

„Wir wollen Haltung zeigen“, sagte Axel Kühner, Vorstandschef des Kunststoff-Konzerns Greiner in Kremsmünster, heute, Mittwoch bei der virtuell stattfindenden Präsentation der Kampagne „Wir haben etwas gegen Corona“. Die Unternehmenschefs 22 oberösterreichischer Industriebetriebe haben sich zusammengeschlossen, um die Menschen zu ermuntern, sich impfen zu lassen. Man richte mit Videobotschaften in den Sozialen Medien und in Printanzeigen einen eindringlichen Appell an alle, die sich bisher noch nicht haben impfen lassen oder noch zögern, sagt Kühner, der Initiator der Aktion. 200.000 Euro werden dafür in die Hand genommen. 

Neben Greiner beteiligen sich unter anderen BMW, Teufelberger, Amag, Backaldrin, Haidlmair, Engel, Erema, Siemens, Vivatis sowie die voestalpine an der Kampagne. Die Vorstandschefs bzw. Geschäftsführer aller 22 Unternehmen werden in der Kampagne zu sehen sein und versuchen, mit ihren persönlichen Botschaften zu überzeugen. 

„Österreich kann sich keinen weiteren Lockdown mehr leisten“, sagte Alexander Susanek. Die Wirtschaft müsse am Laufen gehalten werden, das garantiere Wohlstand für alle. Experten seien sich einig, dass die Coronaimpfung der beste Weg sei, um schwere Verläufe zu vermeiden. Daher wolle man jene, die noch unschlüssig sind, ermuntern bzw. die Menschen auch bestärken, sich den Booster zu holen. 

Die Durchimpfungsquote sei bei Siemens Oberösterreich mit rund 90 Prozent sehr gut, sagte Geschäftsführer Günther Schallmeiner: Das habe zu greifbaren Erfolgen geführt. So habe man gesundheitliche Schäden verhindert und auch keine Produktionsausfälle verzeichnet: „Impfen ist die einzige Antwort auf die Krise.“ Man wolle auch einen Beitrag zur Versachlichung der Diskussion leisten. 

Niemand solle aufgrund seines Impfstatus diskriminiert werden, sagte Teufelberger-Chef Florian Teufelberger: Die Beschäftigten in den Betrieben sollen durch Aufklärung, vor allem vonseiten der Betriebsärzte, erreicht werden. Bei Siemens wird laufend auch in Form von Webinaren informiert, aktuell zum Beispiel über Totimpfstoffe, sagte Schallmeiner. 

Impfen ist bei vielen in der Bevölkerung ein heikles Thema: Man sei auf Anfeindungen eingestellt, aber man fürchte sich nicht, sagte Kühner.

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