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Wirtschaft

Grüner Wasserstoff aus Indien

Von OÖN   30. Juni 2022 00:16 Uhr

Grüner Wasserstoff aus Indien
Shell will bis 2050 emissionsfrei werden

LONDON / BANGALORE. Pilotprojekt soll Energiewende in der Industrie beschleunigen

Der britische Brennstoffzellen-Hersteller Ceres hat mit dem Öl- und Gaskonzern Shell eine technologische Kooperation abgeschlossen, um "hocheffizienten, kostengünstigen grünen" Wasserstoff herzustellen. Dazu liefert Ceres im Jahr 2023 ein Demonstrationsmodell eines Festoxidelektrolyseurs im Megawattbereich an das Forschungs- und Entwicklungszentrum von Shell in Bangalore, Indien.

Gemeinsam mit Shell will Ceres Wasserstoff mit einem Wirkungsgrad von bis zu 90 Prozent erzeugen – das sind 20 Prozent mehr als bei anderen Technologien. Um dies zu erreichen, wird die Abwärme industrieller Prozesse genutzt.

In die Entwicklung der Festoxidelektrolyse-Technologie investiert Ceres 100 Millionen Pfund (116 Millionen Euro). Ziel sei es, bis 2025 "marktführende nivellierte" Wasserstoffkosten von 1,5 US-Dollar pro Kilogramm zu erreichen. Das System soll in Forschungszentrum Bangalore installiert und für industrielle Prozesse verwendet werden.

Phil Caldwell, Vorstandsvorsitzender von Ceres, bezeichnete die Vereinbarung mit Shell in einer Aussendung am Mittwoch als "enorm wichtigen Schritt" für das Unternehmen. "Die Partnerschaft bestätigt unsere Geschäftsstrategie und signalisiert das Potenzial unserer Technologie für die industrielle Dekarbonisierung."

Auch Yuri Segbrets, stellvertretender Geschäftsführer im Technologiebereich von Shell, betonte die Absicht des Unternehmens, bei der Energiewende eine "führende Rolle einzunehmen und die Entwicklung hin zu einem emissionsfreien Energieunternehmen bis 2050 zu beschleunigen".

Ziel: Effizientere Produktion

Wasserstoff spiele dabei eine "wichtige Rolle" und Ceres habe mit seiner "differenzierenden" Technologie das Potenzial, den grünen Wasserstoff "mit einem optimalen Kosten- und Effizienzprofil zu produzieren".

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