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Der "Djoker" hat noch eine Rechnung zu begleichen

07. Oktober 2020 00:04 Uhr

Eklat bei US Open - Djokovic disqualifiziert

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PARIS. Wiedersehen mit Carreno Busta, der bei den US Open durch Disqualifikation gewann.

Showtime in Roland Garros. Heute (nicht vor 17.30 Uhr, Eurosport 1) ist die Nummer eins der Tennis-Welt, Novak Djokovic, wieder im Einsatz und naturgemäß zu favorisieren. Es kommt im Viertelfinale der French Open zur Neuauflage des US-Open-Duells mit Pablo Carreno Busta. Das ist jener Spanier, der den Serben in diesem Jahr als Einziger geschlagen hat. Und zwar in nur 59 Minuten. Dann war Schluss für den "Djoker", weil er beim Stand von 5:6 ziemlich frustriert, aber unabsichtlich eine Linienrichterin am Hals traf.

Diesmal soll es einen sportlichen Sieger geben und keine Disqualifikation. "Wir alle wissen, was in New York passiert ist. Doch jetzt ist Novak zurück auf seinem höchsten Level, trotzdem werde ich versuchen, ihn zu schlagen", sagte Carreno Busta. Wie Dominic Thiem und Alexander Zverev (D) hatten dem Weltranglisten-18. in den vergangenen Tagen Magenprobleme zu schaffen gemacht.

Der "Djoker" hat noch eine Rechnung zu begleichen
Disqualifikation in New York

"Ich fühle mich pudelwohl"

Djokovic ist noch ohne Satzverlust und heiß auf seinen 18. Grand-Slam-Titel. "Ich fühle mich pudelwohl auf dem Court", betonte der 33-Jährige, der im Achtelfinale gegen Karen Chatschanow wieder einen Linienrichter abgeschossen hatte. Dafür konnte der Routinier aber überhaupt nichts. Es war ein Querschläger mitten ins Gesicht des Unparteiischen. Djokovic fuhr der Schreck in die Glieder. Verständlich. Konsequenzen hatte der Rahmenball freilich nicht. Allen Beteiligten geht’s gut.

Wie geht’s Roger Federer?

Wir sind gespannt, was heute passiert. Djokovic, der heuer schon die Australian Open im Finale gegen Dominic Thiem gewonnen hat, nimmt den Rekord von Roger Federer ins Visier. Der Schweizer hält bei 20 Major-Titeln, gefolgt von Nadal (19). In Paris glänzt der "Fed-Express" durch Abwesenheit, trotz seiner 39 Jahre denkt er aber (noch) nicht ans Aufhören. "Ich warte und brenne innerlich darauf, endlich wieder auf die Tour zurückzukehren", twitterte Federer, der sein bis dato letztes Match vor mehr als acht Monaten bestritten hatte.

Zwei Knieoperationen hatten den Eidgenossen ein bisschen aus der Bahn geworfen, im Jänner 2021 (Australian Open) soll es zum Comeback kommen. Diesbezüglich ist Coach Severin Lüthi guter Dinge. "Roger steht ab und zu wieder auf dem Platz. Aber die erste Turnierphase ist noch recht weit weg. Unsere Devise lautet: in seinem Alter nichts überstürzen – Kondition hat noch Priorität."

Historischer Sieg

Im Damen-Bewerb reißen die Überraschungen nicht ab. Nadia Podoroska schrieb gestern Turniergeschichte und zog als erste Qualifikantin in der Profi-Ära (seit 1968) in ein Roland-Garros-Semifinale ein. Die Weltranglisten-131. aus Argentinien fertigte Elina Switolina (Ukr/3) 6:2, 6:4 ab.

Damit sind nur noch zwei Gesetzte im Rennen: Sofia Kenin (USA/4) trifft heute im Viertelfinale auf Landsfrau Danielle Collins, Petra Kvitova (Cze/7) auf Laura Siegemund (D).

Die überglückliche Podoroska rang nach ihrem Triumph nach Worten. "Ich bin fassungslos. Ich weiß nicht so richtig, wie ich so weit kommen konnte. Nur, dass ich während der Corona-Pause unglaublich viel mit meinem Team trainiert habe", sagte die Sensationsfrau, die ukrainische Vorfahren hat. Geboren wurde Podoroska übrigens in Rosario, dort hat auch Fußballstar Lionel Messi (33) das Licht erblickt. Nur halt zehn Jahre früher. Egal. Podoroskas Erfolgslauf in Paris ist mindestens 425.250 Euro brutto wert. Das ist mehr, als sie zuvor in ihrer Karriere verdient hat (256.020). (alex)

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