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Ist Arnautovic der richtige Kapitän für das ÖFB-Team?

Noch ist offen, wer das ÖFB-Nationalteam heute (20.45 Uhr) beim UEFA-Nations-League-Spiel gegen Nordirland anführt.

Ist Arnautovic der richtige Kapitän für das ÖFB-Team?

Sebastian Prödl (li.) oder doch Marko Arnautovic - noch ist offen, wer heute Österreichs Kapitän sein wird. Bild: GEPA pictures/ Christian Ort

Es ist keine Überraschung, dass die Kapitänsfrage das heutige UEFA-Nations-League-Spiel zwischen Österreich und Nordirland (20.45 Uhr, ORF eins live) beherrscht.

Bestätigt ÖFB-Teamchef Franco Foda erneut Marko Arnautovic als Ersatzmann für den weiterhin verletzten Julian Baumgartlinger? Oder hält der Teamchef am Rotationsprinzip fest und überlässt heute nach David Alaba (gegen Schweden) und Marko Arnautovic (gegen Bosnien) mit Sebastian Prödl zum dritten Mal in Serie einem "Neuling" die ehrenvolle Aufgabe?

Seit gestern spricht wieder einiges für Arnautovic. Und das hat vor allem mit einem Medienartikel zu tun, in dem angedeutet wurde, dass die ÖFB-Landespräsidenten bei Foda interveniert hätten, um Arnautovic die Kapitänsbinde zu entziehen. Schließlich hatte sich "Arni" noch in der Nacht des 0:1 gegen Bosnien in Sarajevo mit dem bosnischen Stürmerstar Edin Dzeko abfotografieren lassen. Das kam intern gar nicht gut an.

Beim ÖFB hat man nach den Zwischenfällen rund um die Landespräsidenten vor einem Jahr gelernt. Das Statement von Präsident Leo Windtner kam rasch, scharf und klar. "Das entspricht nicht der Wahrheit. Es ist die Sache des Teamchefs. Das ÖFB-Präsidium steht geschlossen hinter dem Kapitän und dem Kader, den der Teamchef wählt."

Vor allem aber ist dieses ÖFB-Statement auch absolut glaubwürdig. Mit Franco Foda gibt es einen Teamchef, der sich in sportlichen Belangen garantiert von keinem Landespräsidenten dreinreden lässt. Fodas bedingungsloser Führungsstil macht ihn intern sicher nicht zum uneingeschränkten Sympathieträger. Dieser Stil ist aber für den ÖFB wie auch für das Nationalteam gut und auch alternativlos.

Kapitänsfrage ist legitim

Bei der gestrigen Pressekonferenz wirkte Foda genervt. Es ist kein Geheimnis, dass ihn Arnautovics Auftritt mit Dzeko nicht erfreut hat. Ihn heute dennoch zum Kapitän zu machen, würde dennoch alle Spekulationen vom Tisch wischen, dass sich Foda von außen beeinflussen lassen würde.

"Ich verstehe nicht, warum man überhaupt darauf kommen kann, dass ein Spieler mit den Verdiensten von Marko nicht als Kapitän infrage kommen sollte", sagte Foda gestern. Auch Windtner verteidigt den West-Ham-Legionär: "Marko Arnautovic hat gegen Nordirland sein zehnjähriges Jubiläum im österreichischen Nationalteam. Er war auch in den schlechten Zeiten immer da, als er gebraucht wurde."

Es ist aber dennoch sehr wohl legitim, dies zu thematisieren. Mit dem aktuellen Standard-Kapitän Julian Baumgartlinger – oder auch Vorgänger Christian Fuchs – sind für dieses Amt in der Vergangenheit nicht zufällig Spieler gewählt worden, die völlig konträre Typen sind. Arnautovics spätabendliches Foto in Sarajevo war keine Tragödie, aber auch nicht geschickt. Ein Kapitän hat eben Vorbildwirkung, er führt die Mannschaft an und sollte auch das Spiegelbild des Teams sein.

Deshalb ist die Frage für jeden Zuschauer, Journalisten und auch Funktionär erlaubt. Beantworten kann und darf sie freilich nur der Teamchef.

Burgstallers Einsatz in fraglich

Wer wird für Österreichs Fußball-Nationalteam heute im Angriff starten? Diese Frage bleibt vorerst noch offen. Denn Guido Burgstaller ist mit muskulären Problemen angeschlagen.

Sollte er es heute nicht rechtzeitig schaffen, würde wohl Marko Arnautovic von der linken Seite ins Zentrum rücken und den freien Platz einnehmen. Arnautovic ist trotz seiner Knieprobleme auf jeden Fall Fixstarter.

ÖFB-Teamchef Franco Foda hatte gestern noch ein Treffen mit Sportdirektor Peter Schöttel und Geschäftsführer Bernhard Neuhold. Foda: "Auch hier wurde mir bestätigt, dass es bei der Präsidiumssitzung keine Diskussion über die Kapitänsfrage gab."

Der Ansturm auf Tickets hat sich in Grenzen gehalten. Bis Donnerstagabend waren 21.000 Karten verkauft.

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Artikel Harald Bartl 12. Oktober 2018 - 00:04 Uhr
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