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LASK

LASK beantragte 17 Stadionverbote

20. Juli 2010 00:04 Uhr

Fussball-Szene
Fan-Block in Wr. Neustadt: Die Ordner waren überfordert. (gepa)

Der LASK zog Konsequenzen aus dem Verhalten einiger Anhänger beim Auswärtsspiel gegen Wiener Neustadt. In einer Sitzung wurde gestern beschlossen, gegen 17 Fans ein Stadionverbot bei der Bundesliga zu beantragen. Dazu wurde ein Maßnahmenkatalog erstellt, um Szenen wie am vergangenen Samstag zu vermeiden, als Schlachtenbummler über die Zäune ihres Sektors kletterten.

„Es ist nicht tolerierbar, dass Gruppen und/oder einzelne Personen Spiele des Klubs als Forum für Gewaltexzesse, Ausschreitungen, Platzstürme oder Ähnliches verwenden“, stand in der Aussendung. Daher werden ab sofort Tickets für Auswärtsspiele nur noch an Anhänger verkauft, deren Personalien bekannt sind. Alkoholisierten wird in Abstimmung mit den anderen Bundesligaklubs der Eintritt ins Stadion verweigert. Für alle Fans, die sich an Ausschreitungen beteiligen, wird ein Stadionverbot beantragt.

Sollten diese Maßnahmen nicht die gewünschten Ergebnisse bringen, wurde gleich der nächste Schritt festgelegt: Auflassen der Stehplatzsektoren, generelles Alkoholverbot im Fanbereich und personalisierter Ticketverkauf auch bei Heimspielen.

Mit dieser Drohung nimmt der Klub die Fans in die Pflicht, mit Selbstreinigung sollen die Rowdys gestoppt werden. Der Verein reicht den wirklichen Unterstützern die Hand: „Der LASK Linz stellt klar, dass die Fans dem Klub sehr wichtig sind und sich der Verein über jede Unterstützung bei Auswärtsspielen sehr freut.“

Die Bundesliga wird sich mit den Vorfällen in Wiener Neustadt erst befassen, wenn die Berichte und Stellungnahmen des Schiedsrichters und des Spieldelegierten vorliegen. Die Ausschlüsse wurden gestern im Strafsenat behandelt: Pablo Chinchilla-Vega wurde für seine Tätlichkeit gegen Hannes Aigner für zwei Spiele gesperrt, Leonhard Kaufmann muss ein Spiel zu-sehen, nachdem er auf der Linie mit der Hand abgewehrt hatte.

Welche Strafen es für den LASK und Wr. Neustadt für die Vorfälle am Samstag gibt, wird erst später entschieden. „Wir holen jetzt einmal alle Berichte ein. Eine Huschpfusch-Entscheidung wird es nicht geben“, so Liga-Sprecher Christian Kircher. Den Antrag des LASK auf 17 Stadionverbote werde man jedoch „kaum ablehnen können“. Bisher gibt es in Österreich rund 50 Platzverbote für Problem-Fans.

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