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Außenpolitik

Papst ordnet für Kölner Kardinal eine Auszeit an

25. September 2021 00:04 Uhr

Papst ordnet für Kölner Kardinal eine Auszeit an
Kardinal Rainer Maria Woelki

KÖLN/ROM. Papst Franziskus belässt den wegen der Aufarbeitung des Missbrauchsskandals in der Kritik stehenden Kölner Erzbischof Rainer Maria Woelki im Amt.

Der Kardinal wird allerdings ab Mitte Oktober bis zum Beginn der Fastenzeit eine Auszeit nehmen, wie der Vatikan mitteilte. Der Papst wirft Woelki große Kommunikationsfehler vor.

Der Papst lehnte außerdem den angebotenen Amtsverzicht der beiden Kölner Weihbischöfe Ansgar Puff und Dominikus Schwaderlapp ab.

Puff kehrt unmittelbar in seinen Dienst zurück, Schwaderlapp wird zunächst ein Jahr als Seelsorger in Kenia arbeiten. Nachdem der Papst zuvor schon den Amtsverzicht des Hamburger Erzbischofs Stefan Heße für Verfehlungen in seiner Kölner Zeit abgelehnt hatte, bleiben die in einem Gutachten festgestellten Verfehlungen der Kölner Geistlichen im Umgang mit Missbrauchsfällen ohne personelle Konsequenzen. Im Schreiben des Vatikans heißt es, die Behauptungen, Woelki habe vertuschen wollen, seien widerlegt. Er zeige außerdem Entschlossenheit darin, die Verbrechen des Missbrauchs aufzuarbeiten.

Gleichzeitig wirft der Papst Woelki aber "große Fehler" auf der Ebene der Kommunikation vor. Dessen Herangehensweise in der Aufarbeitung insgesamt, aber vor allem auf der Ebene der Kommunikation habe "wesentlich" dazu beigetragen, "dass es im Erzbistum zu einer Vertrauenskrise gekommen ist, die viele Gläubige verstört".

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