Lade Inhalte...

Chronik

"Gletscherehe" Pitztal-Ötztal: Gipfelsprengung angeblich Falschinfo

Von nachrichten.at/apa   04. November 2019 14:27 Uhr

 Linker Fernerkogel

INNSBRUCK. Die Projektbewerber des Zusammenschlusses der Gletscherskigebiete Ötztal und Pitztal sehen Fehlinformationen in der Diskussion rund um die geplante "Gletscherehe". Eine Sprengung des Gipfels des Linken Fernerkogel sei kein Thema. Die Alpenvereine starteten eine Petition gegen die Pläne.

Dies sei eine bewusste Falschmeldung. "Das ist unrichtig und widerspricht schlichtweg den Tatsachen", teilten die Projektbewerber am Montag in einer Aussendung mit. "Die Kampagne der Gegner von Pitztal-Ötztal setzt einen neuen Tiefpunkt. Suggeriert wird die Sprengung des Linken Fernerkogel, eine bewusste Fehlinformation, die von den Projektbewerbern kategorisch zurückgewiesen wird", hieß es in der Aussendung der Pitztaler Gletscherbahnen und der Bergbahnen Sölden. Bei der geplanten Begradigung einer Felskuppe handle es sich um eine Gratspitze. Die Begradigung dieser Spitze werde zu einer Gipfelsprengung hochstilisiert, so die Projektbewerber.

Der Gipfel des Linken Fernerkogel werde zu keinem Zeitpunkt von den Projektarbeiten für einen Zusammenschluss der Gletscherskigebiete berührt. Auch die kolportierten 750.00 Kubikmeter Gesteinsabtrag seien völlig aus dem Kontext gerissen. Wahr sei vielmehr, dass für die Begradigung der Gratspitze, auf der eine Zwischenstation einer Verbindungsbahn errichtet werden soll, 120.000 Kubikmeter an Erdbewegung nötig sind, hieß es seitens der beiden Skigebiete.

Selbst die "Bildzeitung" in Deutschland hat davon berichtet, dass Tirol den Berggipfel für das Skigebiet sprengen will

Frontalangriff auf die "Seele der Alpen"

Alpenverein und Naturfreunde Österreich haben bereits vor Monaten eine Petition gegen die Gletscherverbauung im Pitz- und Ötztal gestartet. Das projekt sei ein Frontalangriff auf die Seele der Alpen, heißt in der Petition der Alpenvereine. Mehr als 116 Fußballfelder würden verbaut, 35.000 Quadratmeter verbauter Beton und 750.000 Quadratmeter Gestein, Erde und Eis würden gesprengt für das Großprojekt.

Außerdem wurde eine Petition an den Tiroler Landeshauptmann mit Unterschriftensammlung gestartet. Fast 50.000 Unterschriften gibt es bereits bis 4. November.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Chronik

0  Kommentare expand_more 0  Kommentare expand_less