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Wels

Unfallkreuzungen bei der Abfahrt Wels-Nord sollen entschärft werden

Von Michaela Krenn-Aichinger  03. August 2022 03:16 Uhr

Unfallkreuzungen bei der Abfahrt Wels-Nord sollen entschärft werden
Immer wieder kommt es zu schweren Unfällen. Erst vor wenigen Tagen forderte eine Kollision im Kreuzungsbereich der Abfahrt von der A25 mit der B137 eine Schwerverletzte. Die 25-Jährige liegt auf der Intensivstation.

WELS. Von 2016 bis 2021 gab es 30 Unfälle mit Verletzten bei Abfahrten der A25 und der B137.

Nach einer Kollision im Kreuzungsbereich der Abfahrt von der A25 Welser Autobahn mit der B137 Innviertler Straße am Donnerstag liegt eine 25-jährige Autolenkerin aus dem Bezirk Wels-Land weiterhin auf der Intensivstation des Klinikums Wels. Ihr Zustand ist stabil, hieß es gestern aus dem Krankenhaus. Die junge Frau stieß gegen das Auto eines 26-Jährigen, der auf der B137 Richtung Norden unterwegs war.

Bewohner des Stadtteils Puchberg, die dort regelmäßig Zeugen von Unfällen werden, fordern nun Maßnahmen, um künftig schwer Verletzte oder sogar Todesopfer zu verhindern. "Dort passiert ständig etwas, erst vor wenigen Wochen gab es auch eine schwere Kollision zweier Autolenker, über die Jahre gab es immer wieder folgenschwere Zusammenstöße", sagt ein Puchberger, der dort fast täglich fährt, im Gespräch mit den OÖNachrichten. Es sei ein großes Versäumnis beim Bau in den 70er Jahren gewesen, dass auf den Bau einer weiteren Rampe verzichtet wurde. Denn das größte Problem sei dort, dass Auto- und LKW-Lenker, die von der A25 (Richtung Passau) abfahren und Richtung Wels wollen, vier Spuren überqueren müssen.

Andreas Weidinger, Verkehrsreferent der Welser Stadtpolizei, schlägt vor, dass man sich den Straßenabschnitt mit Sachverständigen des Landes bei einem Lokalaugenschein noch einmal näher ansehen soll. Im Mai ereignete sich ein ähnlich gelagerter Unfall mit Verletzten wie vor wenigen Tagen. Weidinger regt an, als erste Maßnahme die Geschwindigkeit weiter rauszunehmen, und das Tempolimit von 60 auf 50 km/h zu senken.

Auf Nachfrage im Büro von Verkehrslandesrat Günther Steinkellner (FP) war gestern zu erfahren, dass das Problem bekannt sei und derzeit evaluiert werde, wie man die Verkehrssicherheit dort verbessern könne. Von 2016 bis 2021 gab es in diesem Straßenabschnitt 30 Unfälle mit Personenschaden. Die Unfallhäufungsstelle kann nur in Zusammenarbeit der drei beteiligten Straßenerhalter Asfinag, Land OÖ und Stadt Wels beseitigt werden. Laut einem Sprecher von Landesrat Steinkellner werde man sich die verschiedensten baulichen Maßnahmen und Varianten ansehen, etwa, ob man die zwei Autobahnabfahrten ampelregelt und eine Rampe umgesetzt werden kann. Miteinkalkulieren muss man auch die Auswirkungen auf die stark frequentierte Ampelkreuzung mit der Oberfeldstraße. Einen Zeitplan gibt es noch nicht.

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Artikel von

Michaela Krenn-Aichinger

Lokalredakteurin Wels

Michaela Krenn-Aichinger

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