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Florian Koblbauer: Sieben Tage die Woche im Dienst des SK Vorwärts

STEYR. Der 33-Jährige macht Videoanalysen und ist beim Steyrer Verein der „Mann für alle Fälle“.

Florian Koblbauer: Sieben Tage die Woche im Dienst des SK Vorwärts

Florian Koblbauer begann unter Trainer Edi Glieder mit Videoanalysen. Bild: mini

„Vorwärts ist wie eine Familie für mich“, sagt Florian Koblbauer. Bereits zu Bundesliga-Zeiten in den 90er-Jahren, als er noch in Kematen/Innbach eine Autostunde von Steyr entfernt wohnte, war der heute 33-Jährige ein Fan des Vereins. 2005 zog Koblbauer der Liebe wegen in die Eisenstadt. Heute ist er für den SK Vorwärts zu einem unverzichtbaren Helfer geworden, der von der Platzpflege im Stadion bis zur Videoanalyse aller Matches ein breites Spektrum an Aufgaben erfüllt. Beim Treffen mit den OÖNachrichten baut er gerade den Vorwärts-Punschstand für den Steyrer Christkindlmarkt in der Promenade auf.

„Ich habe eines Tages in der Stadionzeitung gelesen, dass Ordner gesucht werden“, erinnert er sich an seine Anfangszeiten an der Volksstraße. Bei einer Auswärtsfahrt kam er mit dem damaligen Trainer Edi Glieder ins Gespräch. „Er hat mich gefragt, ob ich die Spiele der Vorwärts filmen will, weil er eine Videoanalyse einführen wollte.“ Sein Nachfolger Adam Kensy lege einen noch größeren Wert darauf. „Für ihn ist es ein wesentlicher Teil des Trainingsaufbaus. Deshalb arbeiten wir an einem noch professionelleren System“, sagt Koblbauer,

Diese Arbeit ist aber nur eine unter vielen, die der gebürtige Hausruckviertler für „seinen Verein“ erledigt. „Gemeinsam mit Platzwart Rudi Pimsl habe ich vor der Saison knapp 600 Rasenziegel im Stadion ausgestochen, und im Herbst habe ich viele Stunden am Aufbau des neuen Trainingszentrums in Gleink mitgearbeitet.“ Auch in der Gastronomie hilft der „Mann für alle Fälle“ des SKV mit. „Vorwärts ist ein sehr sozialer Verein mit allen Höhen und Tiefen. Dazu steckt sehr viel Tradition dahinter und das Ziel, immer weiter nach vorne zu kommen“, erklärt er seine Leidenschaft für die Rot-Weißen. Mit Peter Orosz habe er auch einen guten Freund im Verein gefunden. „Auch er ist ein Rot-Weißer, obwohl er bisher nur eine halbe Saison für uns gespielt hat.“

Ausgleich zur Arbeit im Verein findet Koblbauer in der Kunst des Shaolin-Kung-Fu im Shaolin-Tempel Steyr. „Das ist eine super Sache, vor allem für Jugendliche.“ Wenn die Vorwärts ruft, dann lässt er aber alles stehen und liegen. „Ich bin sieben Tage die Woche da. Wenn Masseur Karli Kötterl schnell etwas aus der Apotheke braucht, dann hole ich es.“

 

Das berühmte Netz

Auch das Sicherheitsnetz, das wenige Wochen nach dem Anbringen vor der Südtribüne im Vorwärts-Stadion 2011 von Unbekannten durchtrennt worden war, wurde von Florian Koblbauer neulich wieder befestigt. Der abgeschnittene Teil war im Bereich des Teufelsbachs gefunden worden. Das Netz soll verhindern, dass Gegenstände auf das Spielfeld geworfen werden können.

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Artikel Stefan Minichberger 21. November 2012 - 00:04 Uhr
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