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Die Schildbürger-Brücke ist weg!

Von Josef Lehner, 28. November 2023, 00:04 Uhr
Die Schildbürger-Brücke ist weg!
Die stählerne Pesenbachbrücke wurde trotz Fahrverbots von den meisten Radfahrern genutzt, jetzt klafft dort, wo die Behelfsbrücke stand, eine Baulücke am Pesenbach (Bild rechts).

OTTENSHEIM. Mehr als 700.000 Radfahrer waren im Vorjahr entlang der Donau unterwegs, im Sommer mehrere Tausend pro Tag. An der Regattastrecke in Ottensheim wartet nun auf sie ein weiteres gefährliches Nadelöhr, weil die Notbrücke über den Pesenbach demontiert worden ist.

Es ist wie eine Geschichte aus Schilda: Die Brücke war nur für die Begleitstraße der Regattastrecke errichtet worden. Für die Öffentlichkeit war sie gesperrt. Doch weil sie da war, wurde sie von den vielen Radfahrern, Wanderern oder Rollschuhfahrern im Verlauf des Donauradwegs jahrelang befahren bzw. begangen. Sie ignorierten die Verbotstafeln, die aufgestellt worden waren, weil ein Inlineskater nach einem Sturz Schadenersatz eingeklagt hatte.

Brücke erfüllte WM-Auflagen

Die Brücke war dem Regattaverein im Jahr 2019 im Rahmen des Katastrophenhilfsdienstes des Landes zur Verfügung gestellt worden. Der benötigte sie, um als Veranstalter einer Ruderweltmeisterschaft die Auflagen zu erfüllen. Der Verein ließ die Widerlager betonieren. Pioniere des Bundesheeres setzten das Stahltragwerk drauf. Wegen Corona wurde einer der Wettbewerbe dann verschoben. Die mobile Brücke blieb aber stehen und geriet wohl beim Bundesheer in Vergessenheit. Heuer wurde sie plötzlich vermisst. Mitte November wurde sie von Pionieren demontiert.

Alle Betroffenen sind der Meinung, dass spätestens im Frühjahr ein neuer, breiter, sicherer Übergang über den Pesenbach vorhanden sein muss. Dann wird die Nutzerfrequenz wieder stark steigen.

Die Gemeinde Ottensheim und der Regattaverein stehen hinter dem Vorhaben. "Wir lassen ein Projekt erstellen, unser Verein kann das aber nicht finanzieren", sagt Präsident Horst Anselm auf OÖN-Anfrage. Das ist nicht ganz einfach, denn Grundeigentümer ist die Republik, Verwalter die Via Donau.

"Die Brücke ist uns ganz wichtig", sagt auch Bürgermeisterin Maria Hagenauer (VP). Es gehe auch um die Sicherheit: "Wenn da hinten ein Unfall passiert, kann über den bestehenden engen Steg nicht einmal ein Rettungsauto zufahren." Sie habe den Tourismusverband kontaktiert, der ja so stolz sei auf den Donauradweg als Gästemagnet. Beim Land seien Tourismus-, Sport- und Verkehrsressort zuständig. Deshalb hofft die Chefin des Donaumarkts, Geld aufzutreiben.

Doch es warten weitere bürokratische Hürden: "Wir wollten schon einmal für die Behelfsbrücke eine wasserrechtliche Bewilligung erreichen, damit sie öffentlich genutzt werden kann. Das ist abgelehnt worden", erzählt Bürgermeisterin Hagenauer. Argument: Hochwassergefahr. Wieso durfte die Notbrücke dann jahrelang weiterbestehen?

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Autor
Josef Lehner
Redakteur Wirtschaft
Josef Lehner

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