Lade Inhalte...

Linz

"Wir erhoffen uns bis zu 100 Kilo Honig pro Jahr"

Von Lisa-Maria Langhofer   22. Oktober 2018 00:04 Uhr

"Wir erhoffen uns bis zu 100 Kilo Honig pro Jahr"
Leitner und Aichinger begutachten die Innenausstattung des Bienenmobils.

WILHERING. Imkerverein Mühlbach-Alkoven tourt künftig mit "Bienenstockmobil" durch Wilhering und sammelt süßes Gold.

Noch ertönt kein Summen aus dem mit goldenen Waben und riesigen Bienen verzierten Anhänger, der bald als "mobile Imkerschule" durch Wilhering touren wird. Die Idee dazu entstand eines Abends beim gemütlichen Zusammensein, wie Gemeindevorstandsmitglied und Jungimker Andreas Leitner erzählt: "Wir wollten ein nachhaltiges Projekt kreieren, mit dem man Kindern und Jugendlichen die Imkerei nahebringen kann", sagt er. "Es sollte über das ganze Jahr nutzbar sein", ergänzt Vizebürgermeister Markus Langthaler. "So entstand die ’mobile Imkerschule‘".

Finanzielle Unterstützung kam von der Firma Porr, die den Container mit den Ausmaßen 5x2x2 Metern zur Verfügung stellte. Dazu Gruppenleiter Georg Steibl: "Das Motto unseres Generaldirektors Strauss lautet ’Schaut auf meine Bienen‘, und so war es klar, dass wir uns beteiligen". Die Gemeinde Wilhering sponserte die fünf hölzernen Bienenstöcke.

Erster Honig im August

"Das Mobil bietet Platz für bis zu 60.000 Bienen, die wir selbst im Verein züchten", sagt Imker-Obmann Aichinger. "Damit wollen wir junge Imker bei der Ausbildung unterstützen und Interessierte jeden Alters für diese Kunst begeistern." Wichtig bei der Planung sei gewesen, alles an einem Platz zu haben: Bienenstöcke, Honigschleuder, Möglichkeiten zur Abfüllung, Reinigung und Reparatur. Einzig die Honigschleuder fehle noch, ansonsten sei der Anhänger einsatzbereit. "Ab August wird es den ersten Honig geben", sagt Aichinger. "Das wird anfangs nicht so viel sein, doch in Zukunft erhoffen wir uns bis zu 100 Kilo pro Jahr."

OÖN-Karikaturist Gerhard Haderer stellte den Kontakt zu Graffitikünstler Erich Willner her, der sich Gedanken zur Gestaltung machte. "Ich wollte die Form des Anhängers nutzen und es wie das Innenleben eines Bienenstocks aussehen lassen", sagt er. Die Besprühung habe etwa 25 Stunden gedauert, wobei der Linzer ungefähr 30 Sprühdosen verbraucht hat. Der Öffentlichkeit präsentiert werden soll die mobile Imkerschule am 26. Oktober auf dem Handwerksmarkt in Wilhering. Weitere Stationen sind der Tag der gesunden Gemeinde am 10. November und der Stiftsadvent im Dezember. "Der mobile Bienenstock ist ein Vorzeigeprojekt", sagt Bürgermeister Mühlböck.

Das abgelaufene Bienenjahr sei für den Imkerverein Mühlbach-Alkoven erfreulich verlaufen. "Die Kollegen zeigten sich alle zufrieden", so Aichinger. "Tatsächlich hatten wir heuer so wenig Bienenverluste wie noch nie." Wie es kommende Saison aussehen wird, könne er nicht sagen. Es gebe von Jahr zu Jahr Schwankungen.

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Linz

1  Kommentar expand_more 1  Kommentar expand_less