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Linz

Dobusch: Keine Umwidmung im Linzer Grüngürtel

10. Juni 2010 00:04 Uhr

Dobusch

LINZ. Immer wieder gibt es Vorstöße von Linzer Grundeigentümern und Bauwerbern, Grünland in Baugebiet umzuwandeln. Bürgermeister Franz Dobusch (SP) will aber beim Grüngürtel hart bleiben.

Sehr begehrt sind Flächen in Urfahr. Besonders verlockend erscheinen in Urfahr Umwidmungen im Bereich des Pöstlingbergs. Jetzt beginnt wieder eine Phase, in der Umwidmungswünsche verstärkt auf die Linzer Baubehörde zukommen. Denn der Flächenwidmungsplan und das örtliche Entwicklungskonzept werden überarbeitet.

220 Hektar Reserve

Planungsreferent Bürgermeister Franz Dobusch (SP) will die Umwidmungswünsche nicht erfüllen: „Beim Grüngürtel waren wir hart und bleiben auch hart. Ich glaube nicht, dass eine andere Linie im Gemeinderat eine Mehrheit finden würde.“

Bei Betriebsbaugebieten hat Linz zwar relativ wenig Spielraum, sonst gibt es aber genug Baulandreserven. 3802 Hektar des 9605 Hektar großen Stadtgebiets sind Bauland. Davon sind bisher 220 Hektar unverbaut. Davon sind wiederum 130 Hektar als Wohngebiet gewidmet.

Dazu kommen weitere Flächen, die zwar noch nicht entsprechend gewidmet, aber im örtlichen Entwicklungskonzept als Bauerwartungsland ausgewiesen sind. „Mit diesen Möglichkeiten kommen wir aus, so dass wir eher nicht weiter umwidmen müssen“, sagt Dobusch.

Auf diesem Bauerwartungsland, von dem sich große Teile in Pichling befinden, könnten an die 3000 Wohnungen errichtet werden. Außerhalb dieser Zonen seien aber nur wenige Umwidmungen möglich, sagt Dobusch. Dennoch sei nicht zu befürchten, dass es in den nächten Jahren zu wenig Platz für Wohnungsneubauten gibt.

In den vergangenen Jahren wurde viel Platz für neue Wohnungen durch so genannte Umnutzungen gewonnen: Frauenklinik, Frachtenbahnhof, das Areal bei der Silhouette-Brillenfabrik in Linz-Wegscheid und Flächen bei der Brau Union. (gsto)

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