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100 Frauen drängen sich in der Linzer Altstadt vor

LINZ. Ausstellung "100/1" zeigt im Obergeschoß der Markthalle bis 15. November breites künstlerisches Potential.

100 Frauen drängen sich in der Linzer Altstadt vor

Rosemarie Schuller, Silvia Gschwandtner, Bettina Klopf und Daniela Köppl (v.l.n.r.) im »Raum der 100 Frauen« in der Linzer Altstadt. Bild: Volker Weihbold

Die Altstadt ist weiblich und sie ist schön, sagt Rosemarie Schuller, Vorsitzende des Vereins "Altstadt neu". Sichtbares Zeichen dafür ist die gestern Abend im Obergeschoß der Markthalle in Linz eröffnete Ausstellung "100/1".

In einem weithin unbekannten Raum, in dem seit Jahrzehnten die Tischtennisspieler ihr Zuhause haben, stehen bis 21. November jeweils von 17 bis 20 Uhr Kreative im Blickpunkt.

"100/1" steht als Symbol für 100 Frauen und ein Kunstwerk. "Es ist eine Werkschau von Künstlerinnen und Kunsthandwerkerinnen, von denen viele in der Altstadt arbeiten, hier ihr Atelier haben", sagt Daniela Köppl. Sie war die Ideengeberin für die Ausstellung von 100 Frauen, die "sich sichtbar machen sollten". Frauen, die sich nicht aufdrängen, sollen dadurch auf ihr Tun hinweisen können.

Ihr Spannungsmoment zieht die Ausstellung aus der Vielseitigkeit des Gezeigten. Bilder, also Malereien, dominieren zwar den riesigen Raum, der mit feiner Hand künstlerisch belebt wurde, doch findet man hier so viele unterschiedliche Ausdrucksformen wie Materialien, funktionieren nebeneinander Literatur, Keramik, Design, Film, Mode und darstellende Kunst.

Eine Schwierigkeit hat sich dennoch ergeben – und die hatte nichts mit der schnellen Umsetzung zu tun, da zwischen Idee und Realisierung gerade einmal zwei Monate vergangen sind. Die Künstlerinnen mussten sich nämlich für die Werkschau auf ein Exponat beschränken. Diese Wahl fiel manchen nicht leicht, wie Kuratorin Silvia Gschwandtner anmerkte. Schließlich würden Kunstschaffende immer einen Prozess der Entwicklung durchleben, und der lasse sich nicht immer automatisch an einem Werk festmachen.

In den nächsten 15 Tagen wird das Obergeschoß der Markthalle zum Treffpunkt, zur Zone der Begegnung, sagt Bettina Klopf, die zum ehrenamtlichen Organisationsteam gehört. Dazu passt ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm, das mit Ausnahme der Sonntage mit Lesungen, Vorträgen, Workshops und Performances aufwarten kann.

Die belebende Wirkung der Altstadt konnte man gestern bereits bei der Vernissage erleben. Renate Moran malte ein Bild zum Querflötenspiel von Adi Nimmerfall. Die musikalische Stimmung wurde dadurch spürbar. So wie die Künstlerin mit ihrem Tun sichtbar wurde. Damit wurde die Intention der Ausstellung "100/1" bereits zum Auftakt erfüllt. Bis 21. November kann die Altstadt somit weitere schöne Schlagzeilen schreiben. (rgr)

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Artikel 07. November 2014 - 00:04 Uhr
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