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Aus für "Bio-Kobl": "Die Entscheidung hat uns getroffen, ist aber zu akzeptieren"

Von Thomas Streif, 08. Februar 2024, 19:51 Uhr
"Die Entscheidung hat uns getroffen, ist aber zu akzeptieren"
Rieds Bürgermeister Bernhard Zwielehner: "Stadt muss so handeln" Bild: streif

RIED. Der Betreiber erhielt einen Bescheid für die Entfernung des "Bio-Kobl" am Stadtrand von Ried.

Den ersten "Bio-Kobl" eröffnete "Koblstattbauer" Peter Gadermaier im Oktober 2019 auf seinem Grundstück in der Eberschwanger Straße am Stadtrand von Ried. Einen weiteren Selbstbedienungsladen mit Lebensmitteln aus der Region betreiben Gadermaier und sein Team in Tumeltsham.

Wenige Tage vor Weihnachten wurde Gadermaier per Bescheid des Stadtamts Ried mit der Unterschrift von Bürgermeister Bernhard Zwielehner mitgeteilt, dass ab 11. April 2024 die bauliche Anlage binnen einer Frist von vier Wochen unaufgefordert zu entfernen sei. Grund: Die Baubewilligung, die nur vorübergehenden Zwecken diene, dürfe einen Zeitraum von fünf Jahren nicht übersteigen. Der erstausgestellte Bescheid habe mit 11.4.2019 die Rechtskraft erlangt.

Vom Amt der oberösterreichischen Landesregierung gibt es eine befristete Zustimmung bis 31.12.2025 zu Aufstellung und Betrieb des Bioladens. Allerdings zählt in diesem Fall der Bescheid des Stadtamts, zumindest vorübergehend. "Wir haben eine Beschwerde beim Landesverwaltungsgerichtshof eingebracht. Wir rechnen aber nicht zeitnahe mit einem Urteil, daher nehmen wir den Bescheid zur Kenntnis", sagt Gadermaier auf OÖN-Anfrage.

"Getrübtes Weihnachten"

Er sei davon ausgegangen, dass er für 2024 und 2025 noch eine Genehmigung der Stadt erhalte. "Unser Weihnachten war sehr getrübt, die Entscheidung hat uns sehr getroffen, aber sie ist zu akzeptieren. Eigentlich hatten wir die Hoffnung, dass wir irgendwann eine dauerhafte Genehmigung erhalten. Wir haben immerhin noch unseren Standort in Tumeltsham, wo uns die Gemeinde das Gefühl gibt, herzlich willkommen zu sein. In Ried werden wir ein kleines Abschiedsfest machen", sagt der "Koblstattbauer".

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"Beschränktes Bauverfahren"

Rieds Bürgermeister Bernhard Zwielehner kann die Verwunderung von Gadermaier über den Bescheid nicht wirklich nachvollziehen. "Wo der ‚Bio-Kobl‘, bei dem ich übrigens selber gerne einkaufe, steht, gibt es ein Bauverbot, weil dort seit Jahrzehnten die Trasse für die geplante Spange 3 eingezeichnet ist. Es hat sich dabei um ein beschränktes Bauverfahren gehandelt. Die maximale Genehmigungsdauer sind fünf Jahre", sagt Zwielehner. Daher habe die Stadt so handeln müssen, anders würde man sich sogar strafbar machen. "Wenn Herr Gadermaier seinen Laden einige Meter versetzt aufgebaut hätte, wäre das überhaupt kein Problem gewesen", sagt Zwielehner.

"Wir gehen mutig und mit offenem Visier durch sehr stürmische Zeiten"
Rieds Bürgermeister Bernhard Zwielehner Bild: streif

Wie auch immer: Neben der Billa-Filiale am Stelzhamerplatz, die in den kommenden Wochen geschlossen werden soll, verliert die Stadt Ried demnächst also einen weiteren Nahversorger.

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Autor
Thomas Streif
Redaktion Innviertel
Thomas Streif
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20  Kommentare
20  Kommentare
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azways (5.762 Kommentare)
am 09.02.2024 14:18

Mein Verdacht:

Der Koblstattbauer glaubt halt auch, er kann tun und lassen was er will, nur weil er ein Bauer ist.
Er hat das von Anfang an gewusst, dass sein "Bio-Kobl" befirstet im Bauverbot steht.

Den Artikel selbst finde ich dahingehend reißerisch, dass der Bauer jetzt als Opfer, das er keinesfalls ist, hingestellt wird.
Eigentlich sollten auch für diese Kioske die selben Regeln == Verkaufszeiten wie für die Uniboxen gelten

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spoe (13.367 Kommentare)
am 09.02.2024 15:09

Widersprüchliche Zusagen oder Zeiträume der zuständigen Behörden findest du also in Ordnung?

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cyrill24 (644 Kommentare)
am 09.02.2024 20:38

azways hat immer was auszusetzen an den Bauern, er ist ein Lügner so wie er behauptet hat das die Landwirtschaft mit 75 % der größte Subventionsempfänger ist. Manchen Leuten ist einfach alles recht um jemanden schlecht zu machen!

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Muenchner1972 (700 Kommentare)
am 09.02.2024 10:14

Den Kobl in Ried könnte man ganz wunderbar auf dem Firmenparkplatz der Tischlerei Maier in Neuhofen plazieren. Wir werden als gelegentliche Kunden das der Firma vorschlagen. Es wird jetzt endlich Zeit das die Bebauung der Spange 3 beginnt und die Stadtgemeinde vom Durchgangsverkehr entlastet wird.

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Muenchner1972 (700 Kommentare)
am 09.02.2024 13:45

Genauere Angabe der Örtlichkeit Firmenparkplatz Wohnwelt Maier in Neuhofen im Innkreis!

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MannerW (2.371 Kommentare)
am 09.02.2024 19:50

@Müchner: wieso gerade dort? Nur weil Sie da oft anwesend sind? Es gibt genügend „Parkplätze“ von Firmen in Ried, wo das möglich wäre. 😅
Ansonsten gibts auch in Tumeltsham Parkplatz vor dem Kobl, um dort einzukaufen. 🤷‍♂️

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docholliday (7.761 Kommentare)
am 09.02.2024 09:29

Tja, Vurschrift is Vurschrift!😀

Natürlich kann der Bürgermeister nicht aus, denn es ist nun mal Gesetzt und da kann niemand drüber springen. Und eine Straffälligkeit wird sich wohl kein Bürgermeister bzw. Gemeinderat erlauben.

Aber man fragt sich, warum man nicht doch seitens des Betreibers und der Stadt Ried den Dialog sucht?
Ich nehme an, wenn der Kobl nun ein paar Meter zur Seite rückt, dann wird der Betreiber um eine neue Baugenehmigung ansuchen müssen und dieser wird man aufgrund der geplanten Umfahrung vorsichtshalber lieber nicht zustimmen?
Aber solange diese Umfahrung nicht gebaut wird, könnte doch diese Kobl erhalten bleiben oder nicht?
Geht es nicht um wichtige Nahversorger in und um der Stadt?
Im Artikel lese ich, dass auch in der Innenstadt ein Nahversorger zusperrt.
Erschreckend ist das deswegen, weil immer suggeriert wird, dass das Leben in den Städten attraktiver sein soll als am Land und dann sperrt eh alles zu? Supermärkte, Gasthäuser, etc...
Ist das die Zukunft?

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vinzenz2015 (45.437 Kommentare)
am 09.02.2024 09:14

Heiliger Bürokratius bitt für uns!

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docholliday (7.761 Kommentare)
am 09.02.2024 09:31

Der Bürokratius wurde erhört und zeigt gerade seine Wirkung wie man sieht!😱

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meisteral (11.404 Kommentare)
am 09.02.2024 07:45

Bravo Herr BM, die wahren Probleme zu 100% erkannt, die eigene Wählerschaft zu 150% enttäuscht.

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jack_candy (7.594 Kommentare)
am 09.02.2024 14:10

Der BGM kann in diesem Fall nicht viel machen. In Bauverfahren ist er Instanz und bei Fehlern gleich in der Amtshaftung.

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meisteral (11.404 Kommentare)
am 09.02.2024 14:11

Was spricht gegen eine neuerliche Befristung?????

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jack_candy (7.594 Kommentare)
am 09.02.2024 17:21

So weit ich weiß, kann das nur fünf Jahre lang verlängert werden. Er müsste also den "Kobl" wahrscheinlich "nur" ein paar Meter umstellen und könnte dann neu beantragen. Aber abgesehen von den Kosten wäre das grundlegende Problem dadurch nur verschoben. Spätestens, wenn die Umfahrung doch noch mal gebaut wird, müsste er trotzdem weg.

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Caesar-in (3.525 Kommentare)
am 08.02.2024 20:54

Solch tolle Initiativen zur Nahversorgung sollten eigentlich bestmöglich unterstützt werden. Warum hat man seitens der Stadtgemeinde Ried kein Gespräch gesucht, in welchem eine Lösung für die Bevölkerung entwickelt worden wäre? So entsteht halt ein etwas eigenartiger Eindruck, dass man das nicht wollte und distanziert geblieben ist. Könnte man einen befristeten Bescheid nicht wieder zeitlich eingeschränkt verlängern? An den Auflagen dürfte sich ja nichts geändert haben.

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gruberandrea (128 Kommentare)
am 08.02.2024 21:02

Haben sie den Artikel gelesen bis zum Schluss? Anscheinend nicht, denn es gibt sehr wohl die Möglichkeit den Kobl wenige Meter daneben aufzustellen, das wird aber von den Betreibern nicht akzeptiert, also nicht nur auf die Gemeinde schimpfen, überlegen warum der Betreiber nur seine Sicht der Dinge zu Papier, bzw zur Presse weiter gibt?!?
Was ist so schwer daran, den Kobl der ja leicht zu versetzen ist um einige Meter zu versetzen?
Hier ist seitens der Betreiber nicht wirklich ein Wille zu sehen. Objektive Berichterstattung sieht anders aus liebe OÖ Nachrichten !

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Caesar-in (3.525 Kommentare)
am 08.02.2024 21:32

Naja, sie haben es aber auch gar nicht verstanden, was ich meinte. Ich habe nicht geschrieben, dass der Bau dort sein/bleiben muss. Er kann ja auch ganz woanders wieder neu aufgebaut werden, wo er länger stehen bleiben kann. Und da hätte die Gemeinde Ried sicher Möglichkeiten und auch Ideen. Mir gehts einzig darum, dass dieses Angebot weiter bestehen bleibt. Und wie sie meinen "um einige Meter zu versetzen" ist für die Zukunft gar keine Lösung, falls die Umfahrung wirklich mal gebaut werden sollte. Also bitte etwas mehr nachdenken vorm Posten, was andere gemeint haben könnten. So ist es einfach falsch!

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docholliday (7.761 Kommentare)
am 09.02.2024 09:35

@gruberandrea
...um einige Meter zu versetzen?

Einige Meter versetzen heißt: Es bedarf einer neuen Bewilligung!
Und die bekommt der Betreiber leicht, ha?

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achso (47 Kommentare)
am 09.02.2024 10:25

Ja, die bekommt er weil auf die andere Seite des Schotterwegs als Bauland gewidmet ist und der Koblbauer weiß das auch. Da der Laden mobil ist, ist eine Versetzung kein Problem und alles ist wieder gut.

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docholliday (7.761 Kommentare)
am 09.02.2024 12:36

Ah so, na dann versteht eh keiner die Aufregung.

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jack_candy (7.594 Kommentare)
am 09.02.2024 14:11

Die andere Seite des Schotterwegs ist nach meinen Informationen sogar Privatgrund des Koblbauern.

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