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Spitzenspiel: Die SV Ried hofft gegen Hartberg auf ein volles Stadion

RIED. Am Freitagabend empfängt die SV Guntamatic Ried im Spitzenspiel den Tabellenzweiten Hartberg. Mit der Lizenzverweigerung für die Steirer beschäftigt man sich im Innviertel aber nicht.

SOCCER - Erste Liga, Ried vs Hartberg

Kämpferherz Lukas Grgic will mit der SV Guntamatic Ried in die Bundesliga Bild: GEPA pictures/ Florian Ertl

Durchaus positive Stimmung herrschte bei der SV Ried beim Training am Mittwochnachmittag. Dass Torhüter und Kapitän Thomas Gebauer jedoch das Training 15 Minuten vor dem Ende vorzeitig abbrechen musste, dürfte Trainer Thomas Weissenböck einige Sorgen bereiten. Ob Gebauer für das Spiel am Freitag gegen Hartberg wirklich fraglich ist, wird sich aber erst herausstellen. Möglicherweise handelte es sich um eine reine Vorsichtsmaßnahme. Bisher bestritt der Routinier alle Saisonspiele in der Sky Go Erste Liga.

Walch und Schilling wieder fit

Was das Personelle betrifft, gibt es aus Innviertler Sicht aber durchaus auch positive Nachrichten: Linksverteidiger Christian Schilling und Clemens Walch, die zuletzt beim Auswärtsspiel in Innsbruck nicht im Kader waren, dürften gegen Hartberg wieder in die Mannschaft zurück kehren. Beide absolvierten die Trainingseinheit am Mittwoch.

Drei Runden vor Schluss kann die SV Ried den Aufstieg noch aus eigener Kraft schaffen, dafür benötigt man aber möglicherweise neun Punkte. Gegen Hartberg soll jetzt im vierten Duell der Saison nach einem Unentschieden und zwei Niederlagen endlich der erste Erfolg gelingen.

Wieder keine Lizenz für Hartberg

Die Situation für den Sensationsaufsteiger ist nach der erneuten Verweigerung der Lizenz in der zweiten Instanz nicht einfach. Zweimal verspielte die Mannschaft von Trainer Christian Ilzer zuletzt eine 2:0-Führung. Ilzer verabschiedet sich nach der Saison zu Bundesligist Wolfsberg. Ob Hartberg nun bis 22. Mai eine Klage beim Ständigen Neutralen Schiedsgericht gegen die negative Lizenz-Entscheidung einbringen wird, ist noch offen.

TSV Hartberg Präsidentin Brigitte Annerl erklärte nach der Sitzung: "Wir werden nach der Prüfung durch unabhängige Experten über die weitere Vorgehensweise entscheiden". Hartberg-Kapitän Siegfried Rasswalder kündigt an: "Die Mannschaft konzentriert sich voll und ganz auf den sportlichen Erfolg. Unser Ziel ist klar: Der Vizemeister-Titel! Wir wollen sportlich den Aufstieg fixieren."

Den Vizemeister-Titel und den damit verbundenen Aufstieg in die Fußball-Bundesliga hat man aber auch bei der SV Ried im Visier. Da es derzeit eher unwahrscheinlich erscheint, dass die Steirer doch noch die Lizenz erhalten, wird man wohl die punktegleichen Wiener Neustädter hinter sich lassen müssen. Die Lizenzprobleme bei Hartberg blendet man bei Ried jedoch völlig aus. Man habe es schließlich in den eigenen Händen, so Weissenböck.

Grgic bleibt im Innviertel

"Hartberg ist aus Standards gefährlich, aber wir spielen daheim und werden die drei Punkte einfahren", sagt Mittelfeldmotor Lukas Grgic, der zu den wichtigsten Stützen der Rieder gehört. Die Niederlage gegen Innsbruck sei kein Thema mehr. "Wir sind jetzt voll auf das Spiel gegen Hartberg fokussiert", so Grgic.

Die Kaufoption für den 22-jährigen vom LASK ausgeliehenen defensiven Mittelfeldspieler dürften die Rieder laut OÖN-Informationen mittlerweile gezogen haben.

Die Kaufoption für Innenverteidiger Kennedy Boateng, der ebenfalls vom LASK zur SV Ried verliehen wurde, dürfte hingegen bisher noch nicht gezogen worden sein.

Fans sollen helfen

Trainer Weissenböck setzt auf die Unterstützung von den Rängen. Die Rieder hoffen auf 5000 bis 6000 Besucher bei diesem so wichtigen Heimspiel. "Ich hoffe, wir können den Heimvorteil nutzen und zählen auf die volle Unterstützung unserer Fans", so Weissenböck. Karten gibt es im Sekretariat und online auf www.svried.at

Ein ausführliches Interview mit Thomas Weissenböck lesen Sie am Freitag in den Innviertler Nachrichten und auf nachrichten.at

Meldungen aus den Regionen

Die SV Ried hofft auf ein volles Haus

Statistik: Zwei Niederlagen und ein Unentschieden

Die SV Guntamatic Ried und der TSV Prolactal Hartberg trennten sich beim ersten Aufeinandertreffen in dieser Saison in Hartberg mit einem 2:2-Unentschieden (78. Tadic, 94. Mislov; 27. Stankovic, 59. Surdanovic).

Am 31. Oktober musste sich Ried in der „Keine Sorgen Arena“ mit 2:3 (32. Fröschl, 88. Stankovic; 3. Heil, 11. Mislov, 78. Gölles) geschlagen geben. Im bisher letzten Aufeinandertreffen siegte Hartberg am 30. März vor eigenem Publikum mit 1:0 (41. Mislov).
 
 

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Artikel Thomas Streif 16. Mai 2018 - 17:43 Uhr
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