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Oberösterreich

Mit erst 22 Jahren Bürgermeister von Eferding

EFERDING. Jus-Student Severin Mair (VP) zieht ins Rathaus ein und löst den langjährigen SP-Stadtchef Johann Stadelmayer ab.

Mit erst 22 Jahren Bürgermeister von Eferding

Strahlender Wahlsieger nach einem turbulenten Wahlkampf: Severin Mair wird am 10. November angelobt. Bild: Weihbold

In der drittältesten Stadt Österreichs hat künftig der jüngste Bürgermeister des Landes das Sagen. Der 22-jährige Severin Mair wurde gestern von 70 Prozent der Wähler zum neuen VP-Stadtchef gekürt. Der scheidende SP-Bürgermeister Johann Stadelmayer verzichtete bekanntlich auf die Stichwahl. Bei der gestrigen Abstimmung konnten die Eferdinger somit nur mehr mit "Ja" oder "Nein" über Severin Mair abstimmen.

 

Die Wahlbeteiligung lag bei 51,78 Prozent, 1088 Eferdingerinnen und Eferdinger haben für Sie gestimmt. Haben Sie mit diesem klaren Votum gerechnet?

Severin Mair: Das ist ein großartiges Wahlergebnis. Ich hatte mir mehr als 50 Prozent Wahlbeteiligung gewünscht, aber nicht damit gerechnet. Und dass es dann mehr als 70 Prozent "Ja-Stimmen" geworden sind, ist ein Riesenvertrauensvorschuss. Dem möchte ich natürlich gerecht werden und mit meinem Team und den anderen Fraktionen gemeinsam für Eferding arbeiten.

Wer hat Ihnen als Erster zum Wahlsieg gratuliert?

Das war Bürgermeister Johann Stadelmayer. Er hat mir alles Gute für meine neue Aufgabe gewünscht.

Und Ihr Vater, er war ja Spitzenkandidat der Grünen und ist im ersten Wahlgang gegen Sie angetreten?

Es war ein sehr emotionaler Moment für meinen Vater. Er freut sich sehr mit mir über meine Wahl zum Bürgermeister von Eferding.

In der neuen Plakatserie vor der Wahl haben Sie mit dem Slogan "Bürgermeister für alle" geworben. Geht Ihnen Sachpolitik vor Parteipolitik?

Auf Gemeindeebene geht es vor allem um Sachpolitik, und dass in Eferding etwas weitergeht. Parteipolitik sollte dabei nicht im Vordergrund stehen.

Im Wahlkampf haben Sie die Gemeindezusammenlegung von Eferding mit Fraham, Hinzenbach und Pupping gefordert. Wie wollen Sie die vielen Skeptiker vor allem in den anderen Gemeinden überzeugen?

Mit Unterstützung des Landes und eines externen Beraters wie in Rohrbach-Berg kann es gelingen. Wenn jede Gemeinde das gleiche Mitspracherecht hat, ist eine vernünftige Diskussion möglich. Ich bin überzeugt, dass die Gemeindezusammenlegung eine große Chance für uns wäre und wir gestärkt in die Zukunft gehen könnten. Wir würden auch als Wirtschaftsstandort an Attraktivität gewinnen. Auch bei der Landesausstellung 2022 könnten wir uns sehr gut präsentieren.

Was ist für Sie das wichtigste Thema, das sie angehen wollen?

Bei meinen rund 2000 Hausbesuchen war das Thema Innenstadtbelebung das am häufigsten genannte. Hier müssen wir ansetzen, Leerstände bekämpfen und das Zentrum mit Veranstaltungen beleben.

 

Lesen Sie dazu auch den "Mensch des Tages"

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Artikel Michaela Krenn-Aichinger 19. Oktober 2015 - 00:05 Uhr
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