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Oberösterreich

Flächenwidmung soll umstrittene 110-kV-Leitung im Almtal stoppen

Starkstrom wird nicht bald durch das Almtal surren, dessen bin ich mir sicher: Die Gemeinde Pettenbach will einem Umspannwerk die Flächenwidmung verweigern und so der geplanten 110-kV-Leitung der Energie AG von Vorchdorf nach Kirchdorf den Stecker ziehen.

Flächenwidmung soll umstrittene 110-kV-Leitung im Almtal stoppen

Michael Praschma Bild: Haijes

Für die Bürgerinitiative „110 kV ade!“ ändert sich die Strategie grundlegend, nachdem die Energie AG die Pläne für die 25 Kilometer lange Freilandleitung bei den Landesbehörden eingereicht hat. „Die Betreiber haben mit der Einreichung faktisch die Gespräche abgebrochen, weil jetzt Alternativen nur noch akademische Fragen sind“, sagt Michael Praschma vom Bürgerinitiativen-Verein „Mensch und Energie“.

Die Energie AG betont, auch Alternativvorschläge und eine Bedarfsprüfung dem Verfahren beigelegt zu haben. Themenstellung ist aber jetzt die Trasse für die Stromleitung über dem Tal, mit der sich die Amtsgutachter zu befassen haben.

Acht Gemeinden betroffen

Der Widerstand der Bürgerinitiative zielt jetzt darauf, das Einreichprojekt zu Fall zu bringen. „Auch wenn wir keine Verhinderer sind, die zurück auf die Bäume wollen“, sagt Praschma. Eine Handhabe erhofft sich Bettina Lancaster (SP), Bürgermeisterin von Steinbach am Ziehberg, aus den Güterwegen, die unter den geplanten Masten verlaufen: „Diese Wege sind öffentliches Gut, damit steht uns als Gemeinde Parteienstellung zu.“ Von den meisten der betroffenen acht Gemeinden entlang der Trasse wurden bereits Resolutionen beschlossen, in denen die 110-kV-Leitung abgelehnt wird. Paul Neuburger (SP), Vizebürgermeister von Pettenbach, glaubt, dem Projekt der Energie AG die Sicherungen herausschrauben zu können. Ein Bestandteil der Hochspannungsleitung ist ein Umspannwerk in der Ortschaft Steinfelden. „Wir werden dafür die Grünfläche nicht umwidmen“, verspricht Neuburger.

Teures Erdkabel

Grundeigentümer befürchten neben einer Verschandelung des Tales und Hangrutschungen, dass Windwürfe den Forst verwüsten. „Warum wendet die Energie AG eine Technik aus dem Jahr um 1930 an?“, fragte ein Waldbauer bei der gestrigen Pressekonferenz der Initiative in Inzersdorf.

Energie AG-Sprecher Wolfgang Denk sieht vornehmlich keine Technikfrage darin, Drähte zu spannen statt Kabel zu vergraben: „Wir verlegen gerade ein sechs Kilometer langes Kabel unter Steyr.“ Ein sicherer Stromtransfer unter der Erde im Almtal würde aber die Kosten auf rund 70 Millionen Euro steigern. Die Bürgerinitiative verweist auf den Verbund, der im Burgenland zu einem Bruchteil der Kosten Erdkabel verlegt.

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Artikel 19. Juni 2010 - 00:04 Uhr
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