Archiv | ePaper | Digital
 |  A A A
Freitag, 22. März 2019, 04:53 Uhr

Linz: 2°C Ort wählen »
 
Freitag, 22. März 2019, 04:53 Uhr mehr Wetter »
Oberösterreich

Arigona Zogaj: „Angst vor der Zukunft“

LINZ. Christian Schörkhuber von der Volkshilfe betreut die Familie Zogaj seit rund drei Jahren. Er kann sich eine freiwillige Ausreise vorstellen, wenn das Innenministerium eine legale Wiedereinreise ermöglicht.

Arigona

Arigona Zogaj Bild: Mediabox

Wie geht es Arigona Zogaj? „Sie hat so reagiert wie immer, wenn sie Angst hat, in den Kosovo abgeschoben zu werden. Zuerst ruhig, dann überdreht und dann kommt der totale Zusammenbruch“, sagt Christian Schörkhuber. Vorgestern habe die 18-Jährige nach Bekanntwerden des VfGh-Entscheides diese drei Stimmungslagen binnen kurzer Zeit durchgemacht, gestern – nach einer schlaflosen Nacht – war an Schule gehen nicht zu denken. Sie blieb daheim bei ihrer Mutter in Frankenburg.

Arigonas Ängste beschreibt ihr Betreuer so: „Sie fragt sich, wie lange sie noch bei ihren Freunden bleiben wird können, und vor allem: Was passiert mit uns im Kosovo, wo wir niemanden kennen?“

Den regelrechten Kuhhandel, den Politiker vor der Abschiebung in puncto legaler Wiederkehr nach Österreich betreiben, interpretiert Schörkhuber so: „Man hätte der Familie bei gutem Willen viel ersparen können.“

Eine Zwangsabschiebung sei undenkbar, „das würde die Familie, vor allem die psychisch schwer kranke Mutter von Arigona, Nurie, nicht aushalten.“ Das Innenministerium müsse sicherstellen, dass die Familie freiwillig gehen und danach wieder legal ins Land einreisen dürfe.

Vor etwa zwei Jahren war die freiwillige Rückkehr der Zogajs in den Kosovo kurz bevorgestanden. Nurie Zogaj hatte bereits die Koffer gepackt, eine Wohnung und Arbeit für die Familie waren organisiert. Die Rückkehr scheiterte an wirtschaftlichen Problemen. Die monatliche Miete hätte 600 Euro betragen, das Einkommen 250. Daraufhin war der Vater von Arigona im Kosovo untergetaucht, die Mutter hatte einen Selbstmordversuch begangen.

Kommentare anzeigen »
Artikel Von Helmut Atteneder 16. Juni 2010 - 00:04 Uhr
Mehr Oberösterreich

E-Bikes: Gefragt, gesund – und gefährlich?

LINZ. E-Bikes erfreuen sich immer größerer Beliebtheit, Händler werden regelrecht gestürmt.

Tiefe Trauer nach dem Tod der zehnjährigen Sophie

FELDKIRCHEN. Trauer und Erschütterung herrschen in der Gemeinde Feldkirchen bei Mattighofen im Bezirk ...

Karl Habsburg und das "von"-Verbot: "Es gibt unendlich wichtigere Dinge"

WELS. Vor Eröffnung der Maximilian-Schau in Wels sprachen die OÖN mit dem Kaiserenkel Karl ...

Hercules können nicht mehr starten

HÖRSCHING. Heer: Propellerprobleme zwingen alle drei Transportflugzeuge auf den Boden.

Fahrverbote, mehr Raum für Fußgänger: So will Madrid seine Luft verbessern

Wie Linz kämpft Madrid mit zu hohem NO2-Werten – ein Besuch in Spaniens Hauptstadt.
Meistgelesen   mehr »
Weitere Meldungen
OÖNachrichten auf Facebook OÖNachrichten auf Twitter OÖNachrichten auf Google+ OÖNachrichten RSS