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Libyen: Exportchancen ins reichste Land Afrikas

Viel Geduld und Beharrlichkeit braucht ein Investor, der in Libyen Fuß fassen will. Dafür ist Geld in dem nordafrikanischen Ölstaat reichlich vorhanden.

Exportchancen ins reichste Land Afrikas

Der seit 40 Jahren regierende Muammar al-Gaddafi ist omnipräsent. Bild: sib

„Mr. Bruno“ alias Bruno Kreisky ist in der libyschen Bürokratie noch immer ein Begriff. Von den Beziehungen, die damals zu dem noch immer regierenden Revolutionsführer Muammar al-Gaddafi aufgebaut wurden, profitiert Österreich noch heute.

Wirtschaftskammerpräsident Christoph Leitl sieht in dem reichsten Land Afrikas gerade jetzt ein großes Potenzial. „Libyen steht am Beginn einer Aufholphase mit großem Wirtschaftswachstum, liegt geografisch nahe, ist von der Krise unbeeindruckt und vor allem: Hier ist viel Geld vorhanden“, umreißt Leitl den Vorteil gegenüber anderen Märkten.

Mehr als 40 Firmenvertreter begleiteten den Kammerpräsidenten bei einer Sondierungsreise. Vor allem im Bereich Bau und Infrastruktur gibt es viele Möglichkeiten. Die Regierung lässt unter anderem tausende Wohnungen, Krankenhäuser und die notwendige Basisinfrastruktur bauen. Aus Oberösterreich waren Vertreter des Wasseraufbereiters Uniha, das technische Büro Schimetta, der Fassadenbauer GIG und der Holzhändler ITS-Eckl vertreten. Letzterer exportiert seit Jahren heimisches Schnittholz und ist nach eigenen Angaben Zweitgrößter am libyschen Markt.

Leitl sagte, er habe in seinem Gespräch mit dem Wirtschaftsminister die Zusage erhalten, dass die langwierige, bis zu 18 Monate dauernde Zulassung von Firmen künftig deutlich flotter vonstattengehen soll.

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Artikel Von Sigrid Brandstätter aus Libyen 07. November 2009 - 00:04 Uhr
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