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Lukas Plöchl: Mit Gugarutz zum Erfolg

Lukas Plöchl besingt seinen „Guuugarutz“ – und landet dabei prompt auf Platz 1 der Download-Charts. Im OÖNachrichten-Interview spricht der 21-jährige Freistädter über seine Solopläne, die „Helden von morgen“ und den Song Contest.

Mit dem Gugarutz zum Erfolg

Vergangenen Freitag teilte sich Lukas Plöchl die „Helden von morgen“-Bühne mit Kate Ryan. Bild: orf

OÖN: „Oida taunz“ hat es auf Platz 1 der Austria Top 40 geschafft, der Nachfolge-Song „Guugarutz“ führt bereits die Download-Charts an. Haben Sie mit so einem Erfolg gerechnet?

Lukas Plöchl: Das ist Wahnsinn. Das Rechnen habe ich aufgehört, wenn mir das so taugen würde, wäre ich Mathematiker geworden. Ich glaube, es ist besser, ich werde mal einfach machen und schauen, was dabei rauskommt.

OÖN: Sie singen im Refrain „Mei fetta Gugarutz hat drin an lecker Zuckerguss“ – das provoziert.

Plöchl: Ich habe das immer gesagt, dass die Texte mit Humor zu verstehen sind, das soll nicht frauenverachtend sein. Ich strebe auch nicht an, eine frauenfeindliche Haltung zu vermitteln. Das ist halt nur umgangssprachlich, lustig gemeint. Das hat keine tiefere Bedeutung außer einer: Frühling ist, rausgehen und Gas geben! Auch die Zeile „Die Sonne scheint mir auf den Penis“ darf man in Österreich nicht sagen, außer auf Englisch – da wäre das plötzlich alles kein Problem. Und Krimis, in denen jemand erstochen wird, darf man jederzeit zeigen.

OÖN: Dialekt ist derzeit in. Sie singen alle Lieder in breitem oberösterreichischen Dialekt – haben die Menschen Probleme damit?

Plöchl: Verstehen tut das nicht jeder, schon in Wien haben sie Probleme damit.

OÖN: Warum müssen Sie mit Ihrem Trackshittaz-Partner Manuel „Manix“ Hoffelner zum Song Contest?

OÖN: Weil wir etwas machen, das nicht eigens und speziell auf den Song Contest zugeschnitten worden ist. Wir treten mit „Oida taunz“ an, da stehen wir mehr dahinter als andere bei ihren Songs, die extra auf den Song Contest zugeschnitten werden, wie eine Barbie-Puppe. Das sind Songs, die nur ein Produkt einer Maschinerie sind. Wir müssen es in die Live-Show des ORF schaffen und dann den Leuten zeigen, dass wir ihnen so richtig einheizen können.

OÖN: Apropos „wir“: Ihr „Trackshittaz“-Kollege Manuel Hoffelner steht ganz schön in Ihrem Schatten.

Plöchl: Ich habe die Chance gekriegt, mich zu präsentieren, und dadurch wird auch „Trackshittaz“ mitgezogen. Davon profitiert auch er, zum Beispiel davon, dass wir jetzt für so viele Auftritte gebucht werden.

OÖN: Eine Solokarriere ist nicht geplant?

Plöchl: Auf jeden Fall nicht ganz ohne „Trackshittaz“. Eigene Sachen möchte ich aber schon machen, ich studiere ja auch ein bisschen Betriebswirtschaft und weiß, wenn man so eine Chance und so viel Aufmerksamkeit bekommt, muss man dem Markt von vielen Seiten gleichzeitig kommen.

OÖN: Hat Sie das Popstar-Leben verändert?

Plöchl: Nein. Ein Mensch ist ein Mensch, und ich will immer derselbe bleiben. Einfach ein Bua, der ehrgeizig ist und Erfolg will.

OÖN: Wie wirkt sich der Erfolg von „Oida taunz“ finanziell aus?

Plöchl: Bis jetzt gar nicht. Ich kann das auch nicht einschätzen, wie viel das wert ist, wenn sie einen auf Ö3 spielen. Ich habe also unverändert ein Studentenkonto.

 

Lukas Plöchl alias G-Neila

Traktorgangsta-Partyrap nennen Lukas Plöchl alias „G-Neila“ und Manuel Hoffelner alias „Manix“ ihren Musikstil. Begonnen hat alles vergangenen Sommer, als die beiden aus dem Ohrwurm von Stromae „Alors on danse“ den Internet-Hit „Alloa beim Fraunz“ gebastelt haben. Das Video, gedreht im Mühlviertel vor Heuballen und Misthaufen, wurde auf der Internetplattform youtube mehrere hunderttausend Mal angeklickt.
 

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Artikel Von Julia Evers 19. Januar 2011 - 00:04 Uhr
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