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J.D. Salinger wäre 100 Jahre alt geworden

Ein Roman wie eine Revolution: "Der Fänger im Roggen" thematisierte als eines der ersten Werke der Nachkriegsliteratur die Jugendrebellion, das Aufbegehren der Heranwachsenden gegen die Generation der Eltern und machte den Autor J.D. Salinger schlagartig berühmt.

J.D. Salinger wäre 100 Jahre alt geworden

J.D. Salinger (1919-2010) Bild: APA

Selbst mit Goethes "Werther" wurde das Werk verglichen. Der scheue Schriftsteller, der sich nach seinem Welterfolg aus der Öffentlichkeit zurückzog, wäre am 1. Jänner 100 Jahre alt geworden.

"J.D. Salinger verbrachte zehn Jahre damit, den ‘Fänger im Roggen’ zu schreiben – und bereute es danach für den Rest seines Lebens", behauptete 2015 eine Biografie. Abgesehen vom "Fänger im Roggen" 1951 veröffentlichte Salinger nur einige Kurzgeschichten. Nachdem 1965 seine letzte Veröffentlichung "Hapworth 16, 1924" von der Kritik verrissen wurde, zog sich Salinger, dem Ernest Hemingway einst "eine höllische Begabung" bescheinigte, beinahe komplett aus der Öffentlichkeit zurück. Er verschwand hinter hohen Zäunen in Cornish im stillen US-Bundesstaat New Hampshire und starb dort im Jahr 2010.

"Schreibe nur für mich"

Unmengen habe Salinger nach dem "Fänger im Roggen" noch geschrieben, sagte seine Tochter einmal – aber ohne etwas zu veröffentlichen, weil er sich vor Kritik gefürchtet habe. So ähnlich sagte es Salinger auch einmal selbst der "New York Times" in einem seiner seltenen Interviews: "Nicht zu veröffentlichen gibt unglaublichen Frieden. Zu veröffentlichen ist ein schreckliches Eindringen in meine Privatsphäre. Ich mag es, zu schreiben. Ich liebe es, zu schreiben. Aber ich schreibe nur für mich und mein eigenes Vergnügen."

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Artikel 31. Dezember 2018 - 00:04 Uhr
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