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1000 Landsleute

Karl Heinz Diebetsberger

24. Juli 2006 00:00 Uhr

Begnadeter Schauspieler und Trommler hat "Mac Gyver" als "Hausl"

"Innviertlerisch dickschädlert", so lautet die Antwort von Karl Heinz Diebetsberger auf die Frage, wie er sich selbst beschreiben würde. Vor genau 30 Jahren übernahm er das Wirtshaus seiner Eltern in Freinberg, das eine geschichtsträchtige Vergangenheit mit sich bringt. 1783 wurde es zum Wirtshaus. "Damals hat die Kirche Grund für den Friedhof gebraucht. Er wurde von meinen Vorgängern für eine Schankkonzession eingetauscht", so Diebetsberger, der von seinen Freunden Heinz oder Weinbeißer genannt wird.

Als Wirtesprecher sieht er für den Bezirk Schärding große Chancen im geplanten "Tourismusverband Sauwald". Schwarz sieht er allerdings für die Gastronomie mit der Einführung der Nichtraucherzone. "Die Grundvoraussetzungen dürfen nicht noch härter werden. Es ist oft kein Wunder, wenn die junge Generation nicht übernehmen will", meint er, während er nachdenklich an seiner Pfeife nuckelt. "Bei uns hat Gott sei Dank meine Tochter Ambitionen."

Das Privatleben ist bei dem dreifachen Vater ziemlich eingeschränkt. "Ich hätte gerne mehr Zeit, um mehr Schlagzeug spielen zu können."

Schauspielernder Wirt

Besonders geschickt stellt sich der Weinbeißer beim Grillen an, eher ungeschickt beim Handwerken. "Aber dafür haben wir ja den Schosi. Er ist so etwas wie der Mac Gyver von Freinberg und kann natürlich alles", sagt der Wirtesprecher, der im Fasching als Doping-Arzt auftritt.

Insider wissen, dass an Heinz Diebetsberger ein Schauspieler verloren gegangen ist. Denn mit seiner Interpretation von "Dinner for one" kann er ganze Skihütten unterhalten.

Und für gute Unterhaltung ist Diebetsberger immer zu haben, vor allem dann, wenn das größte Maibaumkraxeln Oberösterreichs tausende Besucher aus dem Innviertel und Bayern zum Weinbeißer lockt. Das Lebensmotto des Wirtesprechers: "Egal was du machst, es kommt ganz darauf an wie."

Seefahrer

Wegen Schlechtwetters kam Karl Heinz Diebetsberger als einziges von acht Kindern zu Hause in Freinberg zur Welt. Nach der Hauptschule Stephaneum in Bad Goisern lernte er am österreichischen Hof in Salzburg. Es folgten zwei Saisonen in der Schweiz - Hotel Kulm - dann umrundete er mehrmals als Steward auf Schiffen den Globus. Vor 30 Jahren übernahm er das Gasthaus der Eltern.

Warum ich gerne Innviertler bin: Ich bin viel herumgekommen, hier haben wir echt ein schönes Platzerl zum Leben.

Das gefällt mir am Innviertel besonders: das Gemüt, die Volksmusik.

Mein Lieblingsplatz im Innviertel: mein Biergarten

Im Innviertel stört mich: die schlechte Anbindung nach Salzburg.

Mein Lieblingsessen: Zwiebelrostbraten

Mein Traumauto: Ein Allrad sollte es sein.

Mein Traumurlaub: Südamerika mit dem Rucksack erobern

Mein Lieblingsschauspieler: Sean Connery

Das mache ich in meiner Freizeit: Habe ich wenig und zum Golfen bin ich zu jung.

Mit wem ich gerne für vier Wochen tauschen würde: im Sommer mit einem Lehrer.
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