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Leichtathletik

Am Ende seines Karriere-Marathons hat Günther Weidlinger noch ein Ziel

Von Martin Derler   20. November 2013 00:04 Uhr

Am Ende seines Karriere-Marathons hat Günther Weidlinger noch ein Ziel
Beim Borealis Linz Donau Marathon sicherte sich Günther Weidlinger heuer das Ticket für die EM in Zürich 2014.

LINZ. 35-jähriger Leichtathlet möchte bis Rio 2016 weiterlaufen, sucht dafür aber Investoren.

Der 30. November 2013 ist für Günther Weidlinger ein bedeutender Tag. An diesem Samstag scheidet der Innviertler beim Bundesheer aus, muss nach 15 Jahren als Heeres-Sportler abrüsten. Dem eigentlichen Karriereplan des 35-Jährigen zu Folge hätte dieser Termin keine besondere Auswirkung gehabt. Wäre da nicht der olympische Marathon 2012 in London gewesen. Dieser hätte eines der letzten großen Highlights in der 20-jährigen Karriere von Weidlinger als Profisportler werden sollen. Doch nach zehn Kilometern zog er sich eine Verletzung zu und musste sein Rennen abbrechen. Damit reifte in ihm der Gedanke, auch in Rio de Janeiro 2016 noch einmal olympisch beim Marathon durchzustarten. Weil er beim Bundesheer aber ausscheiden muss, läuft er nun potenziellen Geldgebern nach, um die Karriere fortsetzen zu können.

"Ich muss mich darauf einstellen, dass am 17. August 2014 mein letzter Lauf bei einer Großveranstaltung ist. Das fällt mir zwar nicht leicht, aber so ist das nun einmal", sagt Weidlinger. An diesem Tag wird er den EM-Marathon in Zürich laufen, für den er sich schon beim Borealis Linz Donau Marathon im April qualifizieren konnte. Auf diesen Höhepunkt ist nach einer auskurierten Verletzung auch sein Training abgestimmt. Während dieser Trainingsläufe holt ihn seine unsichere Zukunft immer wieder ein. "Natürlich geht das immer wieder in meinem Kopf herum. Wenn mich der Gedanke an das Karriereende während des Laufens erwischt, dann geht der Puls von ganz alleine nach oben", sagt Weidlinger, der sich trotz seines Alters von dann 38 Jahren auch für die Spiele in Rio noch jung genug hält.

Unvorbereitet ist Weidlinger auf das mögliche Ende seines Laufweges nicht. "Ich studiere Sportmanagement und möchte in diesem Bereich etwas machen." Nur will er, wenn möglich, noch ein fünftes Mal bei Olympia starten. In Sydney 2000 lief er über 3000 Meter Hindernis, in Athen 2004 über 5000 Meter und in Peking 2008 über 10.000 Meter. Jedes Mal sah er das Ziel. Nur beim olympischen Marathon noch nicht.

 

Nachwuchs-Stars

Die Saison 2013 lief für den oberösterreichischen Leichtathletik-Verband äußerst erfolgreich. Neben vielen Staatsmeister- und Nachwuchstiteln konnten sich einige junge Athleten auch auf der internationalen Bühne gut präsentieren. Zwei davon haben auch für 2014 schon konkrete Pläne.

Lukas Weißhaidinger: Bis zu dieser Saison übte sich der Innviertler im Kugelstoßen und Diskuswerfen. Ab der kommenden Saison gilt seine volle Konzentration der Diskus-Scheibe. Obwohl der 21-Jährige noch in der U23-Kategorie starten kann, will er die Qualifikation für die allgemeinen EM in Zürich schaffen.

Niki Franzmair: Der Saisonhöhepunkt des Mittelstreckenläufers aus Linz ist die U20-WM in den USA. Gelingt bis dahin das EM-Limit für Zürich, könnte er auch dort über 800 Meter starten.

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