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Wirtschaft

Wohnen und Restaurants trieben die Inflationsrate

17. Oktober 2020 00:04 Uhr

WIEN. Der Verbraucherpreisindex (VPI) ist im September stärker gestiegen als im August. Die Inflationsrate betrug 1,5 Prozent nach 1,4 Prozent im August, gab die Statistik Austria gestern, Freitag, bekannt.

Hauptgründe für den Preisanstieg waren Kosten für die Warengruppe "Wohnen, Wasser, Energie" und für Restaurants.

Ohne Preissteigerungen bei Mieten (plus 5,1 Prozent) und bei den Bewirtungsdienstleistungen (plus 3,9 Prozent) hätte die Inflationsrate nur 0,6 Prozent betragen, so Statistik-Austria-Generaldirektor Tobias Thomas. Im Gegensatz zu den Mieten sanken die Energiekosten in den Haushalten. Strom wurde zwar um 5,4 Prozent und feste Brennstoffe um 0,5 Prozent teurer, dafür verbilligten sich Heizöl um 28,3 Prozent, Gas um 1,4 Prozent, Fernwärme um 1,0 Prozent. In Summe kostete Haushaltsenergie im Vergleich zum Vorjahr um 1,4 Prozent weniger.

Die Preise in der Warengruppe Verkehr sanken im Schnitt um 2,3 Prozent, wobei sich Treibstoffe um 14,8 Prozent und Flugtickets um 8,9 Prozent verbilligten. Für den Autokauf (plus 3,9 Prozent) und Reparatur (plus 3,6 Prozent) mussten die Österreicher hingegen tiefer in die Tasche greifen.

Bekleidung wurde im Jahresabstand etwas billiger, obwohl es mit dem Ende der Sommerschlussverkäufe im Vergleich zum August einen massiven Preisanstieg um etwa ein Viertel gegeben hat.

In der Eurozone lagen die Preise im September im Schnitt um 0,3 Prozent unter dem Vorjahresniveau, in der gesamten EU gab es nur ein minimales Wachstum des Preisniveaus von 0,3 Prozent. In Österreich sind die Preise mit 1,3 Prozent (HVPI) überdurchschnittlich gewachsen, nur in fünf Ländern Zentral- und Osteuropas war der Anstieg höher.

Die Bandbreite der Inflationsraten ist europaweit groß. Während das Preisniveau in Griechenland um 2,3 Prozent sank, betrug die Inflation in Polen 3,8 Prozent. Im Nachbarland Deutschland sank die Inflationsrate im September um 0,4 Prozent.

Verbraucherpreis

September-Index    Basis 2015=100

September 2020 108,6
August 2020 108,0
Juli 2020  108,2

Steigerungsrate: 1,5 Prozent

VPI 10 (2010=100) 120,2
VPI 05 (2005=100) 131,6
VPI 00 (2000=100) 145,5
VPI 96 (1996=100) 153,1
VPI 86 (1986=100) 200,3
VPI 76 (1976=100) 311,2
VPI 66 (1966=100) 546,3
VPI   I   (1958=100) 696,0

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