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Wirtschaftsraum OÖ

voestalpine stellt Mitarbeit in der Wirtschaftskammer ein

Von Von Dietmar Mascher   22. Dezember 2009 00:04 Uhr

voestalpine stellt Mitarbeit in der Wirtschaftskammer ein
A. Düsing

Der Streit einiger Industrieunternehmen um die Höhe der Beiträge für die Wirtschaftskammer bekommt eine neue Facette. Das größte Unternehmen Oberösterreichs, die voestalpine, wird bei den nächsten Kammerwahlen im März keine Kandidaten mehr nominieren.

Wie berichtet, haben der voestalpine-Konzern und fünf weitere Industriebetriebe (Pöls, Magna, Kapsch, Prinzhorn, Sattler) aus Protest gegen die Höhe der Kammerbeiträge die Zahlungen zwischenzeitlich eingestellt. Dabei geht es um 20 Millionen Euro im Jahr.

Nun wird zwar wieder bezahlt. Aber dies hat dem Vernehmen nach steuerrechtliche Gründe, weil die Umlage von der Finanz eingehoben wird und die Zahlungsverweigerung Probleme nach sich ziehen könnte. voestalpine-Sprecher Gerhard Kürner bestätigt, dass wieder gezahlt wird. „Das ändert aber nichts daran, dass wir dagegen durch alle Instanzen gehen“, sagt Kürner.

Die voestalpine-Manager, die in der Kammer vertreten sind, haben zum Teil ihre Funktion schon ruhend gestellt. Sie werden bei den nächsten Kammerwahlen nicht mehr antreten. Franz Hirschmanner, Mitglied des Konzernvorstandes, war ebenso im Fachverbandsausschuss in Wien wie Stahl-Finanzchef Alfred Düsing. Sein Vorstandskollege Peter Ackerlauer war Vorsitzender der Fachvertretung Bergwerke und eisenerzeugende Industrie, Helmut Schwarz war sowohl in der Fachvertretung in Oberösterreich sowie im Fachverband der Gießereien bundesweit in den Gremien. In der Sparte Industrie treten keine Fraktionen zur Wahl an. Es wird einvernehmlich eine Liste erstellt.

Der Streit ums Geld ist zwischen voestalpine-Chef Wolfgang Eder und WKO-Präsident Christoph Leitl ein durchaus emotionaler geworden. Leitl hat ausrechnen lassen, welche Leistungen der Linzer Konzern weltweit in Anspruch nimmt und kommt zum Schluss, dass die voestalpine zu Recht höhere Beiträge zahlt. Diese wiederum kritisiert, dass 60 Prozent der Kammermitglieder gar keine Beiträge zahlen.

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