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Wirtschaft

"Hilfe ist unterwegs – große Hilfe und schnelle Hilfe"

Von OÖN   26. März 2020 00:04 Uhr

"Hilfe ist unterwegs – große Hilfe und schnelle Hilfe"
Ein Mitarbeiter einer Reinigungsfirma desinfiziert Büroräume in Maryland, USA.

WASHINGTON / BERLIN. USA schnüren ein Hilfspaket in Höhe von 2000 Milliarden Dollar

Die Corona-Pandemie überrollt nun auch die USA. Man hat bereits fast ebenso viele Covid-19-Infizierte ausgewiesen wie Italien. Schlussendlich einigten sich gestern Republikaner und Demokraten auf "das größte Hilfspaket der US-Geschichte", wie der Führer der Demokraten im US-Senat, Chuck Schumer, sagte: zwei Billionen Dollar. "Ich sage allen Amerikanern: Hilfe ist unterwegs – große Hilfe und schnelle Hilfe."

Der genaue Text der Einigung war zunächst nicht öffentlich. Nach Angaben der "Washington Post" ist darin ein Kreditprogramm im Umfang von 367 Milliarden US-Dollar für kleine Firmen vorgesehen. Auch große Unternehmen, die von der Krise besonders betroffen sind, sollen milliardenschwere Hilfen erhalten. Steuerzahler mit einem gewissen Höchsteinkommen sollen demnach einen Scheck über 1200 US-Dollar bekommen, pro Kind soll es zusätzliches Geld geben.

Der US-Kongress hatte in diesem Monat bereits zwei kleinere Pakete in Höhe von insgesamt gut 100 Milliarden US-Dollar beschlossen, mit denen die Folgen der Corona-Epidemie abgefedert werden sollen. Das Ausmaß der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie ist freilich nicht absehbar.

Viele Analysten befürchten einen starken Konjunktureinbruch im zweiten Quartal und eine Rezession im Gesamtjahr. Viele US-Geschäfte sind derzeit geschlossen, Restaurants und Kinos bleiben leer, Veranstaltungen wurden abgesagt, Flüge massenhaft gestrichen. Erste Daten lassen auch angesichts der Ausgangsbeschränkungen in vielen Bundesstaaten einen rapiden Anstieg der Arbeitslosenzahlen befürchten.

Deutsches Milliarden-Paket

Ein milliardenschweres Hilfspaket hat am Mittwoch auch der deutsche Bundestag beschlossen. Zur Bekämpfung der Corona-Krise wird der deutsche Staat die Schuldenbremse aufheben und neue Schulden über 156 Milliarden Euro machen.

Das deutsche Finanzministerium rechnet mit Kosten für die Hilfsprogramme von 122,5 Milliarden Euro. So sind direkte Zuschüsse über insgesamt 50 Milliarden Euro für kleine Firmen und Einpersonen-Unternehmen geplant, auch Krankenhäuser sollen mehr Geld bekommen.

Zugleich dürfte der deutsche Fiskus 33,5 Milliarden Euro weniger Steuern einnehmen. Deshalb plant Finanzminister Olaf Scholz eine Neuverschuldung von 156 Milliarden Euro. Das sind rund 100 Milliarden mehr, als die deutsche Schuldenbremse erlauben würde.

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