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Wind und Sonne machen den Stromnetz-Betreibern zu schaffen

31. Juli 2015, 00:04 Uhr
Wind und Sonne machen den Stromnetz-Betreibern zu schaffen
Erich Frommwald (Sparte Industrie, v.li.), NR Angelika Winzig, Günter Rübig (Obmann Sparte Industrie), Heinz Moosbauer (Spartengeschäftsführer) Bild: WKOÖ

KAPRUN. Versorgungssicherheit in Europa verlangt Ausbau der Stromnetze und bessere Koordination der Netzbetreiber.

Die Situation ist paradox. Es gibt derzeit jede Menge Strom in Europa und trotzdem rückt das Thema Versorgungssicherheit immer stärker in den Vordergrund. Die Erzeugungskapazitäten bei Wind und Sonne sind stark gestiegen aber diese erneuerbaren Quellen liefern nicht gleichmäßig. Das macht den Netzbetreibern zunehmen zu schaffen, denen es gelingen muss, die Frequenz im Stromnetz stabil zu halten.

Wie wahrscheinlich ist ein "Blackout", also ein großflächiger Stromausfall, unter derartigen Voraussetzungen? Bei einer Medienfahrt zur Kraftwerksgruppe Kaprun in dieser Woche, organisiert von der Sparte Industrie in der Wirtschaftskammer Oberösterreich, informierten Experten die Unternehmervertreter und Journalisten.

Kurt Misak, Abteilungsleiter Versorgungssicherheit beim Netzbetreiber Austrian Power Grid (APG), sagte, dass die Bedrohung durch einen Blackout zwar zugenommen habe, aber auch die Systeme zur Steuerung der Netze seien besser und zuverlässiger geworden. Diese gelte es weiter zu verbessern. "Inftrastruktur-Ausbau ist der Schlüssel", sagte Misak. Einen großflächigen Blackout hält er für nicht sehr wahrscheinlich. Ausschließen könne man solche Ereignisse aber nie und es habe schon ernste Zwischenfälle im europäischen Stromnetz gegeben.

Auch Karl Rose, Professor an der TU Graz und Mitglied des World Energy Council, wollte "das Thema nicht dramatisieren". Aber kein Mensch könne so ein Ereignis zu 100 Prozent ausschließen. Er sieht derzeit die Politik gefordert, den Ausbau der Netze voranzutreiben und die Energiepolitik der EU-Länder besser zu koordinieren. (hn)

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