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Ski Nordisch

Letzter Ausflug in Richtung Kristall

Von Christoph Zöpfl  24. März 2022 00:04 Uhr

Letzter Ausflug in Richtung Kristall
Wer zuletzt lacht ... Stefan Kraft führt vor dem Finale im Skiflug-Weltcup.

PLANICA. Beim Saisonfinale in Planica hat Stefan Kraft eine kleine Kugel in Reichweite

Ein sportlicher Absturz bei der Vierschanzentournee, der olympische Höhenflug mit Team-Gold und zuletzt drei Siege von Stefan Kraft – Österreichs Skisprung-Team hat eine Saison mit einigen Höhen und Tiefen hinter sich. Beim Weltcup-Finale in Planica, das heute mit der Qualifikation beginnt (10.50 Uhr, ORF 1), möchte das "Geschwader" von ÖSV-Trainer Andreas Widhölzl ein Happy End erleben. Kraft hat als Führender im Skiflug-Weltcup eine kleine Kristallkugel auf dem Radar, außerdem könnte man nach 2014 wieder den Nationencup nach Österreich holen.

"Für den Einzelnen ist diese Wertung vielleicht nicht so wichtig, aber für den Trainer und das Betreuerteam wäre der Nationencup eine schöne Anerkennung", sagt Michael Hayböck, der sich in Planica noch einmal als fleißiger Punktesammler in den Dienst der Mannschaft stellen möchte. Der 31-Jährige aus Kirchberg-Thening, der sein privates Basislager inzwischen in Rif bei Salzburg aufgeschlagen hat, denkt am Ende einer durchwachsenen Saison eher nicht an das private Punktekonto. Nach seiner Bandscheibenoperation im Oktober des Vorjahres hat er ein mühsames Comeback mit einigen Rückschlägen hinter sich. Mit Platz sieben bei der Skiflug-WM in Vikersund und guten Platzierungen am vergangenen Wochenende in Oberstdorf hat er jetzt endlich wieder den "Flightlevel Weltklasse" erreicht. Hayböck: "Ich musste einen neuen Weg finden, wie ich mit dem reduzierten Krafttraining und einer richtigen Dosierung der Belastung umgehe. Das funktioniert jetzt ganz gut."

Seinen weiteren Karriere-Flugplan hat Hayböck noch nicht konkret vor Augen. Nach der Saison gibt es zunächst einen privaten Ausflug mit seiner Freundin nach New York, dann folgt ein gründlicher medizinischer Check seines "Flugkörpers". Sein Geist wäre jedenfalls willig. "Meine Motivation für das Skispringen ist noch sehr hoch."

Während das ÖSV-Team im Nationencup drei Bewerbe vor Schluss 178 Punkte vor Deutschland in Führung liegt und Kraft als Spitzenreiter nach dem Skiflug-Weltcup greift, ist man beim Zweikampf um den Gesamtweltcup nur Zuschauer. Der Japaner Ryoyu Kobayashi geht hier mit 66 Punkten Vorsprung auf den Deutschen Karl Geiger ins Finale. 

Trio springt in Finnland
Sahra Schuller, Julia Mühlbacher und Sophie Kothbauer

Trio springt in Finnland

Für die drei oberösterreichischen Skispringerinnen Sahra Schuller, Julia Mühlbacher und Sophie Kothbauer (im Bild v. l.) wird es bei den Europäischen Jugendspielen in Vuokatti ernst. Die besten Karten beim heutigen Einzelspringen hat wohl die Schalchenerin Mühlbacher. Bei der Mitfavoritin fliegt als Glücksbringer ein selbst gezeichneter Drache auf ihrem Helm mit. „Namen hat er noch keinen. Aber sollte ich hier eine Medaille gewinnen, nenne ich ihn vielleicht Lahti“, sagt die 17-Jährige in Anspielung auf den Wettkampfort.

Österreichs EYOF-Team jubelte am dritten Wettkampftag über das erste Gold: Der Tiroler Jonas Schuster gewann gestern im Skispringen.

Artikel von

Christoph Zöpfl

Leiter Sportredaktion

Christoph Zöpfl

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