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Gefährliches Programm? Kilde-Crash stößt Diskussion an

Von nachrichten.at/apa, 13. Jänner 2024, 19:35 Uhr
ALPINE SKIING - FIS WC Wengen
Kilde stürzte am Samstag schwer Bild: GEPA pictures/ Mathias Mandl (GEPA pictures)

WENGEN. Drei folgenschwere Stürze bei den drei Speed-Rennen in Wengen an drei Tagen trüben aktuell die Sicht auf den alpinen Ski-Weltcup.

Nach Marco Kohler und Alexis Pinturault verletzte sich am Samstag auch Aleksander Aamodt Kilde. Der Norweger blutete heftig am Bein und wurde mit einem Hubschrauber abtransportiert.

Für zahlreiche Athleten, Trainer und Experten ist der Terminkalender ein zentraler auslösender Faktor. "Nicht mehr normal", urteilte der Franzose Cyprien Sarrazin.

Während der TV-Übertragung wurden folgende Worte von Lauberhorn-Sieger Marco Odermatt eingefangen: "Ich hoffe, das ist das letzte Mal, nie wieder drei Rennen hintereinander." Der Schweizer Superstar ist einer von mehreren, die auf das dichte Programm in dem Schweizer Bergdorf hinwiesen. Nach zwei Trainings am Dienstag und Mittwoch gab es am Donnerstag eine verkürzte Abfahrt, die ein in Beaver Creek wetterbedingt abgesagtes Rennen ersetzte. Am Freitag folgte der längste Super-G im Weltcup, am Samstag die längste Abfahrt.

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Dabei stürzte Kilde in der Zielkurve und krachte mit voller Wucht aus spitzem Winkel in das Sicherheitsnetz. Eine genaue Diagnose steht noch aus, doch der 31-Jährige dürfte sich eine schwere Beinverletzung zugezogen haben. Am Donnerstag war der Schweizer Kohler gestürzt und hatte unter anderem einen Kreuzbandriss erlitten. Dieselbe Verletzung ereilte 24 Stunden später auch Kombi-Weltmeister Pinturault aus Frankreich.

"Vielleicht sind wir über das Limit hinausgegangen"

"Das Gefühl, das ich heute habe, ist offensichtlich, dass es zu viel ist. Auch weil es heute nicht nur Aleks ist. Vielleicht sind wir über das Limit hinausgegangen. Wir wollen diese Verletzungen nicht, also müssen wir alles tun, um sie zu vermeiden", sagte Claus Ryste, der Sportdirektor des norwegischen Skiverbands der Rundfunkanstalt NRK. "Die Fahrzeit im Rennen am Donnerstag dauerte auch fast 1:45 Minuten. Es sind lange Tage, die Zeit zur Erholung ist sehr kurz. Die Stürze haben sich zwar aus Fahrfehlern ergeben, aber es waren wohl erzwungene Fahrfehler", meinte Niels Hintermann im SRF. Müdigkeit spielt laut dem Schweizer durchaus eine Rolle.

"Man sieht, was dieser Sport an Kräften abverlangt, mit diesem Programm. Ihm ist da wirklich die Kraft ausgegangen", bezog sich ÖSV-Cheftrainer Marko Pfeifer auf Kilde. "Das ist nicht normal, denn Aleks ist der stärkste Skifahrer der Welt", sagte Super-G-Gewinner Sarrazin. Odermatt betonte im ORF-Interview: "Das ist keine Kritik, aber hoffentlich eine Lehre für alle, für jeden Austragungsort, für jeden Verband, für die FIS, dass nicht immer mehr besser ist." Die Gesamtzahl an Rennen, die in dieser Saison angesetzt sind, sei einfach zu hoch.

Zu viele Rennen an einem Wochenende?

Der am Samstag drittplatzierte Dominik Paris gab sich hingegen zwiegespalten. "Auf jeden Fall ist es sehr kräftezehrend da und vielleicht nicht ideal gewesen. Aber irgendwo müssen sie die Rennen nachholen, und wir sind ja froh, dass wir Rennen fahren. Aber irgendwie denkt man sich: Muss es unbedingt sein, dass man da so viele Rennen an einem Wochenende fährt? Und Doppelabfahrten finde ich sowieso nicht so ideal", erklärte der Südtiroler.

Die ÖSV-Athleten widersprachen hingegen dem Tenor, dem Terminkalender die Schuld zu geben. "Natürlich ist es eine hohe Belastung mit drei Rennen, aber wir trainieren den ganzen Sommer. Das ist eine schwache Ausrede", positionierte sich Vincent Kriechmayr klar. "Es ist einfach blöd hergegangen. Ich würde jetzt nicht sagen, dass zu hohe Belastungen sind. Wir sind froh, dass wir Rennen haben, wir sind auch froh, dass Wengen hier eingesprungen ist. Immerhin haben wir schon einige Rennen verloren."

"Ich glaube, gefährlich ist unser Sport immer", sagte Otmar Striedinger und ergänzte: "Ich finde es jetzt nicht gefährlicher als in den letzten Jahren. Es wird halt eine Verkettung von unglücklichen Umständen sein, und da hat es heuer ein paar Gute getroffen."

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8  Kommentare
8  Kommentare
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KlausBrandhuber (2.043 Kommentare)
am 14.01.2024 14:54

Als Laie ein Urteil abzugeben ist problematisch. Doch wenn man in die Szene hört, wenn man Jahrzehnte Übertragungen verfolgt, darf man schon Zweifel äußern. Hans Knaus meine (sinngemäß), dass man bei den "großen" Rennen (und das sind halt Wengen und Kitzbühel) nicht mehr als eine Abfahrt fahren sollte.
Mir hat - persönlich - das Lauberhorn immer besser gefallen als alle anderen Abfahrten; alleine das Panorama Eiger, Mönch und Jungfrau sowie weiter unten das Silberhorn. Doch hat mir heuer an der Piste manches nicht gefallen: Wozu der Russi-Sprung? Sind die Knie der Athleten noch zuwenig kaputt? Am Hundschopf ging der Sprung viel zu weit hinunter, schon ins Flache. Da hätten die letzten 10 Meter am Einlauf dazu abgegraben werden müssen. Ohne wirklich ordentlich aufzukommen ist da die Minschkante und der Canadian-Corner, va-banque, das Kernen-S viel zu eng.
Auf diese Weise Riskiert Wengen das Aus der Lauberhornabfahrt. Schade.

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KlausBrandhuber (2.043 Kommentare)
am 14.01.2024 14:53

Als Laie ein Urteil abzugeben ist problematisch. Doch wenn man in die Szene hört, wenn man Jahrzehnte Übertragungen verfolgt, darf man schon Zweifel äußern. Hans Knaus meine (sinngemäß), dass man bei den "großen" Rennen (und das sind halt Wengen und Kitzbühel) nicht mehr als eine Abfahrt fahren sollte.
Mir hat - persönlich - das Lauberhorn immer besser gefallen als alle anderen Abfahrten; alleine das Panorama Eiger, Mönch und Jungfrau sowie weiter unten das Silberhorn. Doch hat mir heuer an der Piste manches nicht gefallen: Wozu der Russi-Sprung? Sind die Knie der Athleten noch zuwenig kaputt? Am Hundschopf ging der Sprung viel zu weit hinunter, schon ins Flache. Da hätten die letzten 10 Meter am Einlauf dazu abgegraben werden müssen. Ohne wirklich ordentlich aufzukommen ist da die Minschkante und der Canadian-Corner, va-banque, das Kernen-S viel zu eng.
Auf diese Weise Riskiert Wengen das Aus der Lauberhornabfahrt. Schade.

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alpe (3.479 Kommentare)
am 14.01.2024 11:53

Erstmal gute Besserung!
Vielleicht sollte er sich ein Vorbild an seiner Freundin Michaela Shiffrin nehmen, die genau auf ihren Körper hört und - wie jetzt in Zauchensee - auch mal eine Pause einlegt.

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mynachrichten1 (15.379 Kommentare)
am 14.01.2024 10:00

Schirennen sind kein Kindergeburtstag. Ich persönlich schaue schon lange nicht mehr, weil es auch weniger brutal gehen würde, aber offensichtlich überall übetrieben gestaltet wird. Diskussionen sollte es mehr um die geschädigten Soldaten der Ukraine und Russlands geben, über die Leichenberge, darüber warum keine Alternativen Lösungen gesucht werden. Im Unterschied zu Sportlern dazu, haben viele Verkrüppelte nicht die Möglichkeit, die besten Ärzte zu besuchen. Außerdem wieso thematisiert man bei einen Krieg in Europa nicht, wie unterecht auch die Befehle zum Einrücken sind und wie idiotisch generell man hier mit Wehrpflicht umgeht. an Religion kann es nicht liegen. Krieg ist ein Verbrechen und die Intelligenz müsste darauf ausgerichtet werden, möglichst schnell diesen Wahnsinn zu beenden. Wo bleiben die M Berichterstatter vor Ort, die die ganzen Konflikt einfangen, die Wahrheiten liefern zum Krieg und keine abstrakten Verschönerunge. Es gilt für Alle die Unschuldsvermutung.

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kirchham (2.060 Kommentare)
am 14.01.2024 09:55

Jeder Athlet weiß ganz genau welche Risiken er hat beim Leistungssport egal welcher Sport das ist.

Und er hat das sagen ob er Startet oder nicht wenn er merkt das er nicht ganz fit ist.

Aber alles alles gute dem Kilde.

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rudolfa.j. (3.573 Kommentare)
am 13.01.2024 20:42

Sport wurde nur vom Geld regiert

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19josef66 (124 Kommentare)
am 13.01.2024 19:59

So wie immer: Geld regiert die Welt und wer zahlt, schafft an...
FIFA,FIS,F1, man braucht nur schauen, welche Menschen(Geschäftsmänner/Diktatoren) dort das Sagen haben...
Schade um den schönen Sport.

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betterthantherest (33.367 Kommentare)
am 13.01.2024 19:33

Wieder einmal beginnt die Suche nach einen Schuldigen.

Tatsache ist: je mehr Rennen desto mehr Geld.
Mehr Geld wird gerne genommen. Auch von den Athleten.

Zur Wahrheit gehört auch, dass Kilde selbst gesagt hatte, dass er nicht voll fit ist/war.
Er hat sich trotzdem für einen Start entschieden.
Er hat sich gegen eine Aufgabe während des Rennens entschieden obwohl sogar von außen erkennbar war, dass er leer war.

Kilde ist 31 Jahre alt. Ein erfahrener Rennfahrer.
Er weiß also was er tut.

Nicht immer sind andere schuld.

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