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Motorsport

Die Farce von Spa: Ein Sieger ohne Rennen

Von OÖN   29. August 2021 19:24 Uhr

FORMULA 1 - Belgian GP
Max Verstappen gewann den Großen Preis von Belgien, der wegen Regens nie richtig gestartet wurde

SPA-FRANCORCHAMPS. Max Verstappen gewann im Dauerregen von Belgien, ohne ein Rennen gefahren zu sein.

Es war der kürzeste und womöglich langweiligste Grand Prix der Formel-1-Geschichte. Gerade einmal 28 Kilometer hatte das Feld hinter dem Safety Car im verregneten Spa-Francorchamps heruntergespult, ehe die Rennleitung endgültig das Handtuch warf und abbrach. Pole-Position-Mann Max Verstappen kam somit praktisch kampflos zum 16. GP-Sieg seiner Karriere, für den es wegen der geringen Distanz nur die halben WM-Punkte – in seinem Fall 12,5 – gab. "Es war ein Sieg, aber so willst du ihn eigentlich nicht", sagte der in Belgien geborene Niederländer. In das gleiche Horn stieß Red Bulls Motorsportberater Helmut Marko bei "Sky": "Wir sind nicht stolz auf diesen Sieg."

Bevor die für die Wertung notwendigen zwei Runden heruntergespult wurden, hatten Fahrer und Crews mehr als drei Stunden zuwarten müssen. Der Regen besserte sich jedoch nicht. "Man konnte keine fünf Meter nach vorne sehen", beschrieb Weltmeister Lewis Hamilton die dichte Gischt hinter den voranfahrenden Fahrzeugen. "Man kann nicht Vollgas geben, wenn man nicht weiß, was vor einem passiert", sagte der britische Mercedes-Pilot, der als Dritter seine WM-Führung behauptete.

Selbst beim zweitplatzierten Überraschungsmann George Russell hielt sich die Freude über sein erstes Podest in Grenzen. "Schade, dass wir kein Rennen liefern konnten, aber als Ergebnis ist es für uns toll", sagte der britische Williams-Pilot, der wie seine Kollegen die Geduld der auf den nassen Wiesen ausharrenden Fans lobte. "Sie waren die wahren Sieger", lobte Verstappen.

Unfall auf dem Weg zum Start

Verstappens Teamkollege Sergio Perez hatte im Qualifying zwar Platz sieben erobert, blieb aber dennoch ohne Punkte. Der Mexikaner war auf dem Weg zum Start von der Strecke gerutscht, wobei er die Radaufhängung des Red-Bull-Boliden zerstörte. Seine Box hatte in der langen Unterbrechung zwar den Boliden wieder flottgemacht, ohne echtes Rennen bekam der 31-Jährige aber nicht die Möglichkeit, sich vom letzten Startplatz zu verbessern.

Andere hatten es während der langen Regen-Unterbrechung nicht so stressig wie die Red-Bull-Mechaniker: So spielten etwa Streckenposten in einem Kiesbett Boccia, Mick Schumacher forderte Sebastian Vettel bei einem Kickerl in der Box.

"Nicht zu starten, war definitiv richtig, aber das Prozedere hinter dem Safety-Car hätte man sich sparen können", hätte Mercedes-Teamchef Toto Wolff wohl lieber gar keine Wertung des Rennens gehabt. Weiter geht es bereits am kommenden Wochenende im niederländischen Zandvoort.

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