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"Großschartner besitzt den nötigen Killerinstinkt"

Von Dominik Feischl  07. September 2019 00:04 Uhr

"Großschartner besitzt den nötigen Killerinstinkt"
Der Marchtrenker Felix Großschartner mit seinem sportlichen Leiter Christian Pömer (v.l).

LINZ. Rad: Der Linzer Christian Pömer ist bei der Vuelta im Einsatz.

Als Profi blieb Christian Pömer ein Start bei der spanischen Vuelta verwehrt. In seiner Rolle als sportlicher Leiter fährt der Linzer mit dem deutschen World-Tour-Team Bora in der Champions League des Radsports mit. Im OÖN-Interview spricht der 41-Jährige über seine Rolle bei der spanischen Vuelta.

OÖN: Wie groß ist die Freude, bei der Vuelta dabei zu sein?

Christian Pömer: Für mich ist es schon ein persönlicher Meilenstein, weil ich nach Tour de France und Giro nun mit dieser Rundfahrt die Großen Drei als Betreuer perfekt mache. Ich bin dafür vorgesehen, dass ich das Team im Finale vor Ort unterstütze, vor allem aber will ich Felix Großschartner beistehen, der in der dritten Woche seine Chancen kriegen wird. Vielleicht schaut am Ende ein Spitzenresultat bei einer Etappe heraus. Es wäre auf jeden Fall möglich, die Vuelta ist aber auch kein Wunschkonzert.

Was ist Großschartner denn noch zuzutrauen?

Er hat den Killerinstinkt, den nur wenige im Peloton haben. Er wurde bisher langsam, aber stetig nach vorne herangeführt. Er hat in der Türkei heuer schon eine kürzere Rundfahrt gewinnen können, warum soll er nicht auch bei einer Grand-Tour mittelfristig gut mitmischen? Er hat die Kletter- und Zeitfahrstärke, die es dazu braucht.

Die Bora-Mannschaft gehört mittlerweile zu den fünf besten Teams der Radwelt. Was ist das Erfolgsgeheimnis?

Bei uns sind die Hierarchien sehr flach. Unsere Sponsoren und die Teamleitung arbeiten eng zusammen, es wird ein langfristiges Konzept verfolgt. Viele Fahrer, die auch heute noch bei uns dabei sind, wie ein Sam Bennett oder ein Davide Formolo, haben bei Bora ihre Profikarriere begonnen. Dazu versammeln wir vielversprechende Leute. Ein Pascal Ackermann, den ich heuer vorrangig betreuen darf, oder ein Max Schachmann zählen genauso dazu, wie die vier österreichischen Profis bei Bora, die sich in unserem Umfeld toll entwickelt haben. Der Druck verteilt sich bei uns auf viele Fahrer, was nicht von Nachteil sein muss.

Braucht es provokant gesagt, überhaupt noch einen Superstar wie Peter Sagan, der seit drei Jahren bei euch fährt?

Wir sind mittlerweile sehr breit aufgestellt. Sagan ist als charismatischer Werbeträger auch abseits der Rennen wichtig. Vor allem aber liefert er Jahr für Jahr Top-Ergebnisse ab.

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