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"Der Schiedsrichter ist die Gesundheit"

Von Reinhold Pühringer  09. April 2020 00:04 Uhr

"Der Schiedsrichter ist die Gesundheit"
Markus Achleitner

LINZ. Landesrat Markus Achleitner stellt eine Öffnung des Olympiazentrums nach Ostern in Aussicht

Parallel zu der nach Ostern geplanten schrittweisen Öffnung von Geschäften soll auch der heimische Sport aus seinem verordneten Corona-Gesundheitsschlaf geholt werden. So sieht es zumindest mit Markus Achleitner der für Wirtschaft, Tourismus und Sport zuständige Landesrat. Erster Schritt sei eine Wiedereröffnung des Olympiazentrums auf der Gugl nach Ostern – flankiert von Hygienemaßnahmen wie etwa separierten Trainings oder Duschen zuhause, sagt Achleitner. "Um den Profi- und Weltklassesportlern wieder die Ausübung ihres Berufs zu ermöglichen."

Der Ball liegt hierbei allerdings eine Liga höher bei Sportminister Werner Kogler. Dieser möchte sich in den kommenden Tagen zu sportlichen Aspekten der Krise äußern. Die Abstimmung zwischen Bund und Land ist laut Achleitner sehr eng, dank der Videokonferenzen mitunter sogar enger als zuvor. "Wir brauchen einen Sport-Comebackplan", erwartet sich der Landesrat eine möglichst geradlinige Richtschnur für die nächsten Wochen. Dass das derzeitige "Fahren auf Sicht" im Falle wieder steigender Infektionszahlen eine Rücknahme etwaiger Lockerungen beinhalten kann, dessen müsse man sich bewusst sein. "Der Schiedsrichter ist die Gesundheit", verdeutlicht Achleitner.

Hilfe nicht nur für die Großen

Im insgesamt 38 Milliarden Euro schweren Hilfspaket des Bundes sind mehrere hundert Millionen für den Sport reserviert. Deren konkreter Einsatz sowie was im Sport tatsächlich als Härtefall zählt, ist noch unklar. Fest steht, dass Oberösterreich mit zusätzlichen 2,5 Millionen Euro seinen Athleten sowie Vereinen helfen will. Achleitner: "Wenn wir etwas beim Bund nicht unterbringen, wollen wir einen Topf haben, mit dem wir als Land helfen können." Die Kriterien dieses Topfes können folglich erst konkretisiert werden, wenn der Einsatzbereich der Bundesmittel abgesteckt ist. Achleitner ist aber bemüht zu betonen, dass die Krise für kleine Vereine genauso dramatisch sei wie für große, weshalb die Unterstützung nicht von der Finanzkraft eines Klubs abhängig gemacht werde.

Die Maßnahmen sollen nun rasch anlaufen. Die Erfassung der Problemfälle könnte über ein Onlineportal erfolgen. Vordergründig gehe es – vergleichbar mit der Wirtschaft – um die Sicherstellung der Liquidität. "Deshalb haben wir die Förderabteilung angewiesen, überall dort, wo es geht, die Förderungen gleich auszuzahlen", sagt Achleitner. Sollte der Hut dennoch bereits lichterloh brennen, habe sein Büro ein offenes Ohr.

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Redakteur Sport

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