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Nationalteam

Kräfte schonen für die Israel-Odyssee

Von Harald Bartl  03. September 2021 00:04 Uhr

Kräfte schonen für die Israel-Odyssee
Real-Madrid-Star David Alaba sollte in Israel wieder in der Startelf stehen.

CHISINAU. Nach dem glanzlosen 2:0 in Moldawien wird es für Österreich jetzt doppelt anstrengend.

Nach dem 2:0-Erfolg in Chisinau über Moldawien erwartet Österreichs Fußball-Nationalmannschaft morgen (20.45 Uhr, ORF 1) in Haifa gegen Israel das wirkliche Schlüsselspiel in dieser WM-Qualifikation. Es braucht einen Sieg, um die Minimalchance auf Platz eins zu wahren. Dafür müsste man freilich nicht nur selbst alle Spiele inklusive jenem in Dänemark gewinnen – sondern zudem auch noch auf einen Patzer des EM-Halbfinalisten hoffen.

Also geht es am Samstag vor allem darum, an Platz zwei dranzubleiben, der derzeit von den Israelis eingenommen wird. Als Zweitplatzierter würde man in den Play-off-Entscheidungsspielen einen leichteren Gegner bekommen, als wenn man den Umweg über die Nations League nehmen müsste, der für Österreich dank des Gruppensieges im Vorjahr wohl ebenfalls einen Platz im Play-off garantieren würde.

"Die Leistung beim Sieg in Chisinau war nicht das Gelbe vom Ei. Wir lassen uns schon Kritik gefallen und sind auch intern selbstkritisch. Das Gute ist aber, dass wir trotzdem gewonnen haben", sagte etwa Christopher Trimmel, der den verletzten Stefan Lainer auf der rechten Defensivseite gut vertrat. Und Abwehrchef Martin Hinteregger meinte: "Keiner hat sich voll auspowern müssen."

Und das war doppelt wichtig. Schließlich muss man sich die Kräfte nicht nur für das Spiel in Israel, sondern auch für die Partie am Dienstag gegen Schottland in Wien einteilen. Gestern war die ÖFB-Auswahl auf eine Odyssee und lange Wartezeiten eingestellt. Am späten Nachmittag ging es von Moldawien aus per Charterflug direkt nach Israel. Dort mussten die Spieler noch am Flughafen einen PCR-Test machen. Da das Match nicht in Tel Aviv, sondern in Haifa gespielt wird, war auch noch eine zweistündige Busreise einzuplanen. "Wir wissen, dass es lange dauern wird und man in Israel alles tun wird, um das Prozedere möglichst lange hinauszuzögern. Aber wir sind auf alles eingestellt", hörte man dazu von ÖFB-Seite.

Hoffentlich ist die ÖFB-Abwehr am Samstag auch auf den israelischen Sturm mit Eran Zahavi und Munas Dabbur gut eingestellt. Beim 2:4 in Haifa in der EM-Qualifikation im März 2019 war der Teamkollege von Phillipp Mwene bei PSV Eindhoven nicht in den Griff zu bekommen gewesen und hatte drei Treffer erzielt.

Gleiches gelang ihm auch am Mittwoch beim 4:0-Sieg auf den Färöer-Inseln. Auch der Ex-Salzburger Dabbur steuerte einen Treffer bei. Shon Weissman, vor einem Jahr österreichischer Bundesliga-Torschützenkönig beim Wolfsberger AC und jetzt bei Valladolid in Spanien unter Vertrag, kam ebenfalls zum Einsatz.

Alaba und Dragovic zurück

ÖFB-Teamchef Franco Foda wird David Alaba nach dessen Muskelproblemen diesmal wohl wieder in der Startelf bringen, auch einem Einsatz des in Chisinau geschonten Aleksandar Dragovic steht nichts im Wege. Der mit einer Knöchelblessur ausgeschiedene Christoph Baumgartner absolvierte gestern nur eine Regenerationseinheit. Sein Einsatz am Samstag ist fraglich, während die ebenfalls leicht angeschlagenen Konrad Laimer und Louis Schaub am Samstag sicher dabei sein werden.

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Harald Bartl

stellvertretender Ressortleiter Sport

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