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LASK

7:2 - Der LASK stimmte sich mit einem Torfestival auf Eindhoven ein

Von Alexander Zambarloukos 19. Oktober 2019 19:06 Uhr

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Der LASK in Jubelpose - kein ungewohntes Bild

Fußball-Bundesliga: Kapitän Trauner, Goiginger (2), Ranftl (2), Raguz und Tetteh trugen sich beim Kantersieg über Mattersburg in die Schützenliste ein

Wow, was für ein Spiel, was für ein Sieg! Der LASK bleibt in der Fußball-Bundesliga in der Erfolgsspur. Nicht ohne Spektakel. Die Schwarz-Weißen entschieden das Torfestival in der Raiffeisen-Arena gegen den SV Mattersburg mit 7:2 (3:2) für sich. Es scheint so, als hätte das Team von Valerien Ismael in der Länderspielpause die Effizienz für sich entdeckt.

War das Toreschießen in den Auswärtsmatches gegen Sporting Lissabon (1:2) und Hartberg (2:1) noch so unglaublich schwer gefallen, so bestach der LASK diesmal durch Kaltschnäuzigkeit. Die ersten drei Versuche auf das Gehäuse des bemitleidenswerten Mattersburg-Goalies Markus Kuster fanden ihren Weg ins Netz.

Zumindest das war ganz nach dem Geschmack von Ismael, der seiner Mannschaft in den Trainingseinheiten (Treff-)Sicherheit eingeimpft hatte. „Wir haben sehr gut gearbeitet - auch an der Intensität und der Präzision in der Box. Beim Torabschluss entscheiden Konsequenz und Kopf. Du musst Ruhe bewahren“, hatte der Franzose schon vor dem Anpfiff im Sky-Interview gesagt.

Fünf Tore binnen 33 Minuten

Seine Spieler ließen Taten folgen. Das war auch notwendig, denn in der Defensive ließen die Linzer vor der Pause ungewohnt viel zu. Nachdem Andreas Gruber auf dem rechten Flügel übersehen worden war und selbiger den Ball nicht zum ersten Mal in Arjen-Robben-Manier im rechten Eck zum 0:1 (6.) versenkt hatte, erholte sich der LASK von diesem frühen Schock.

Der Kapitän ging voraus. Gernot Trauner glich nach Michorl-Freistoßflanke zügig per Kopf aus  - 1:1 (10.). Es war der bereits achte Liga-Saisontreffer aus einer Standardsituation und das elfte Gegentor für die Burgenländer von einem ruhenden Ball ausgehend. Das ist Negativ-Saisonrekord.

In der 21. Minute verhinderte ÖFB-Teamkeeper Alexander Schlager bei einem Bürger-Abschluss aus kurzer Distanz den neuerlichen Rückstand, 180 Sekunden später sollte es wieder auf der anderen Seite klingeln. Thomas Goiginger schüttelte seine Ladehemmung ab und erzielte mit einem Flachschuss ins rechte Eck das 2:1 (24.) für den LASK, bei dem der Ex-Mattersburger Rene Renner und Marko Raguz in der Startelf standen.

Die Gäste kamen nur noch einmal zurück. Nedejko Malic gelang nach Gruber-Freistoßflanke und von Trauner kurz abgeblocktem Erhardt-Schuss das 2:2 (34.). Auch das hätte man besser verteidigen können.

Sehenswertes Raguz-Tor zum 4:2

Aber wer einen Lauf hat, lässt sich davon nicht aus der Bahn werfen. Reinhold Ranftl war der Nutznießer eines Goiginger-Dribblings - 3:2 (38.). Langsam wird der unermüdliche Arbeiter zum Torjäger. Auch vor knapp zwei Wochen in Hartberg hat Ranftl getroffen. Heute sollte es nicht sein einziger Streich bleiben.

Was für ein turbulentes Spiel mit fünf Volltreffern binnen 33 Minuten. Da kann wirklich niemand unter den 5420 Zuschauern im Stadion behaupten, nicht blendend unterhalten worden zu sein. Außer vielleicht die rund 15 Mattersburg-Schlachtenbummler.

Nach Seitenwechsel war der LASK die klar tonangebende Mannschaft und durch Raguz nahe am nächsten Treffer dran (52.). Zwölf Minuten später sollte es der Mittelstürmer besser machen, obwohl es viel schwieriger war. Raguz war schon verkehrt zum Tor auf dem Boden, legte sich den Ball mit einer Beinzange selbst auf und fabrizierte einen Rückzieher, der in den Maschen zappelte - 4:2 (64.). So was Kurioses und technisch Anspruchsvolles sieht man nicht oft.

Das war aber noch nicht alles. In der 70. Minute schürte Goiginger mit unwiderstehlichem Antritt den „Doppelpack“ - 5:2. „Wenn du das kannst, kann ich das auch“, dachte sich wohl Ranftl und zog zum 6:2 ab (74.). War‘s das? Nein. „Joker“ Samuel Tetteh hatte auch noch Lust - 7:2 (79.). Ein unglaubliches Schützenfest.

Sieben Tore in der höchsten österreichischen Spielklasse waren dem LASK übrigens zuletzt am 12. September 1954 gelungen. Es war ein 7:0 gegen Schwarz-Weiß Bregenz in der Staatsliga. In der Bundesliga klappte das zuvor noch nie.

"Dieser Sieg ist absolut wichtig für den Kopf. Wir waren die gesamte Trainingswoche vor dem Tor, haben auch isolierte Übungen gemacht. Das Abschlusstraining war sehr gut, da hat die Mannschaft jene Konsequenz gezeigt, die es braucht. Deshalb waren wir zuversichtlich", sagte Ismael. "Es ist wirklich viel aufgegangen", freute sich Trauner. Auch Ranftl war happy: "Wir wissen, was wir drauf haben. Dass es so gut funktioniert, ist natürlich umso schöner."

Nur noch drei Punkte Rückstand auf Salzburg

Der Erfolg nährt die Zuversicht für die kommenden englischen Wochen. Bereits am Donnerstag steigt der Europa-League-Schlager auswärts gegen den PSV Eindhoven. Die Generalprobe ist geglückt.

Es gibt übrigens noch Restkarten für den LASK-Sektor in den Niederlanden. Diese sind ab Dienstag gegen Vorweis eines Personalausweises in der LASK-Geschäftsstelle in Pasching erhältlich.

Die Vorfreude auf diesen internationalen Leckerbissen ist noch größer, wenn sich das Tagesgeschäft Bundesliga so erfreulich gestaltet. Beim Blick auf die Tabelle werden die LASK-Fans mit der Zunge schnalzen. Die auf Platz zwei liegenden Athletiker trennen nur noch drei  Punkte von Spitzenreiter Red Bull Salzburg, der beim SK Sturm Graz über ein 1:1 nicht hinauskam. Die Admira gewann in Altach 4:1.

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