Lade Inhalte...

Landespolitik

Die rote Basis und die Nationalratswahl: "Für Kern werden wir rennen"

Von Barbara Eidenberger   03. August 2017 00:04 Uhr

Die rote Basis und die Nationalratswahl: "Für Kern werden wir rennen"
Wird für Kern und auch um ihr Nationalratsmandat laufen: Elisabeth Feichtinger, Bürgermeisterin von Altmünster

LINZ. Wie sehen rote Bürgermeister die Chancen der SPÖ für die Wahl? Wir haben uns umgehört.

Alle Hoffnung der SPÖ-Basis in Oberösterreich liegt im Hinblick auf die Nationalratswahl nur auf einem: dem "Kern-Faktor" – allen Umfragen und internen Querelen im Wahlkampf-Team zum Trotz. Das ergab ein OÖNachrichten- Rundruf bei SPÖ-Bürgermeistern.

Für eine ist ein gutes Abschneiden ihrer Partei auch mit einem Karrieresprung verbunden. Wie bereits vor dem heutigen Bundesparteirat durchsickerte, wird Elisabeth Feichtinger einen Platz unter den ersten zehn auf der Bundesliste bekommen. Die 29-Jährige ist seit 2015 Bürgermeisterin der als tiefschwarz geltenden Gemeinde Altmünster und hat im Wahlkampf Ausdauer und Kampfgeist bewiesen. "Es gibt kein Haus, das sie nicht besucht, und keine Hand, die sie nicht geschüttelt hat", so ein Beobachter.

Feichtinger selbst gibt sich bescheiden: "Es ist eine große Verantwortung und eine Ehre, vom Bundeskanzler persönlich gefragt zu werden." Die Stimmung an der Basis im Hinblick auf den 15. Oktober sei zwar ambivalent, aber: "Das ist immer so vor Wahlen. Letztendlich zählen die Menschen und die Taten und nicht die Umfragen." Für Christian Kern will Feichtinger auf jeden Fall "wieder rennen". Denn: "Mit ihm, Doskozil und Rendi-Wagner haben wir gute und glaubwürdige Leute vorne stehen."

Dieses Vertrauen in den Bundeskanzler teilen auch ihre Kollegen. "Wir haben den eindeutig besseren Kandidaten", sagt Bürgermeister Johann Jöchtl aus Waldzell. "Die Querelen in der Bundesparteizentrale interessieren niemanden, es geht um Inhalte. Ich wüsste nicht, was Kern bisher falsch gemacht hätte", hat auch sein Feldkirchner Amtskollege Franz Allerstorfer keine Zweifel. Und die Umfragen, in denen Kern hinter Sebastian Kurz (VP) liegt? "Stimmungsbilder."

Auch in St. Georgen/Gusen sind die Wahlkampfteams formiert und die Vorbereitungen auf Schiene. "Die Stimmung ist sehr gut, wir haben größtes Vertrauen in Kern", sagt Bürgermeister Erich Wahl: "Die Gesellschaft zu spalten, halte ich für eine verantwortungslose Politik. Kern ist der Einzige, der dagegenhält." Keine Koalitionsspekulationen und auf die soziale Kompetenz fokussieren – damit werde die Partei erfolgreich sein, ist der Neumarkter Ortschef Christian Denkmaier überzeugt. Und natürlich: "Mit Christian Kerns Überzeugungskraft."

"Das muss man doch sehen"

Das müsse doch auch die Bevölkerung sehen, sagt Bürgermeisterin Gabriele Dittersdorfer aus Roßleithen mit einem Seufzer. Die negative Stimmung mache es der SPÖ nicht leicht: "Das Flüchtlingsthema hat massiv zu Buche geschlagen." Doch Kern wird es richten, weil: "Wenn die Menschen jetzt nicht merken, wer der Richtige ist, dann weiß ich auch nicht mehr weiter."

 

Bundesparteirat

Ab 15 Uhr versammeln sich heute in der Messe Wien 344 ordentlich Delegierte zum SP-Bundesparteirat, einer Art kleinem Parteitag, an dem auch 300 Gäste teilnehmen.

Als Einstimmer spricht Wiens Bürgermeister Michael Häupl, danach folgt die programmatische Rede von SP-Chef Christian Kern. Zum Beschluss liegen den Delegierten das Wahlprogramm und die Bundesliste der SP-Kandidaten für die Nationalratswahl vor. Nach Schlussworten lädt Kern zum Public Viewing des EM-Halbfinales der ÖFB-Fußballerinnen.

Interessieren Sie sich für diesen Ort?

Fügen Sie Orte zu Ihrer Merkliste hinzu und bleiben Sie auf dem Laufenden.

Lädt
turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon fügen Sie das Schlagwort zu Ihren Themen hinzu.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon öffnen Sie Ihre "meine Themen" Seite. Sie haben von 15 Schlagworten gespeichert und müssten Schlagworte entfernen.

turned_in

info Mit dem Klick auf das Icon entfernen Sie das Schlagwort aus Ihren Themen.

turned_in

Fügen Sie das Thema zu Ihren Themen hinzu.

mehr aus Landespolitik

268  Kommentare expand_more 268  Kommentare expand_less