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Chronik

Österreich erhöht Reisewarnungen für alle Länder auf "hohes Risiko"

Von nachrichten.at/apa   12. März 2020 20:12 Uhr

(Symbolbild)

WIEN. Österreich hat seine Reisewarnungen drastisch erhöht: Alle Länder weltweit werden auf 'Hohes Sicherheitsrisiko' (Sicherheitsstufe 4 von 6) gesetzt.

Das teilte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) am Donnerstagabend mit. "Das ist ein außergewöhnlicher aber notwendiger Schritt, den wir heute Abend gesetzt haben."

Die Unvorhersehbarkeit der Ausbreitung des Virus erfordere "eine besondere Wachsamkeit der Österreicherinnen und Österreicher. Wir raten daher dringend von allen nicht unbedingt notwendigen Reisen ab und rufen dazu auf, nach Österreich zurückzukehren, solange noch Rückreisemöglichkeiten bestehen", sagte der Minister weiter. Ausgenommen von der Maßnahme seien jene Länder, die bereits zuvor auf Stufe 5 oder 6 gereiht waren.

Ausgenommen von der neuen Einstufung seien nur jene Länder, die bereits zuvor auf Stufe 5 oder 6 gereiht waren, wie der Iran, Italien und Südkorea. Es handelt sich um eine einmalige Maßnahme, mit der das Außenministerium dringend dazu rät, auf Reisen zu verzichten bzw. bei Auslandsaufenthalten für Urlaub oder Geschäftsreisen umgehend die Heimreise anzutreten. 

"Zum einen geht es um das Risiko durch das Coronavirus, zum anderen um die Maßnahmen von immer mehr Ländern, die Ein- oder Ausreisesperren verfügen", sagte Peter Guschelbauer, Sprecher des Ministeriums. Dadurch erhöhe sich drastisch die Gefahr, dass Reisende im Ausland "stranden".

Auslandsösterreicher mit festem Wohnsitz in anderen Ländern sind explizit nicht angesprochen. Betroffen sind laut Guschelbauer wohl zehntausende Menschen, die sich aktuell auf Auslandsreisen befinden.

Letzte heimische Touristen aus Italien "ausgeflogen"

Am Freitagnachmittag werden die letzten heimischen Touristen, die noch in Italien festsitzen, nach Wien zurückkehren. Das Außenministerium hat einen Sonderflug mit einer AUA-Maschine organisiert, die rund 150 Urlauber "einsammeln" wird.

Wie Guschelbauer am Donnerstagabend mitteilte, wird die Maschine zunächst den Flughafen Rom-Fiumicino anfliegen und danach weitere Passagiere am Flughafen Venedig aufnehmen. Mit der Landung in Wien-Schwechat sei aus derzeitiger Sicht gegen 16.00 Uhr zu rechnen, sagte Guschelbauer.

14 Tage Quarantäne

Um sicherzugehen, dass keine mit SARS-CoV-2 Infizierte an Bord gelangen, werden vor Antritt der Rückreise Gesundheitschecks durchgeführt. Solchen Tests müssen sich die Passagiere auch nach der Landung in Schwechat unterziehen. In Umsetzung der behördlich festgelegten Sicherheitsmaßnahmen haben sich die Touristen im Anschluss für 14 Tage in selbstüberwachte Heimquarantäne zu begeben. Der Rückflug wird von Mitarbeitern des Außenministeriums und einem Arzt begleitet, betonte Guschelbauer.

Die betroffenen Italien-Urlauber waren nicht mehr aus dem Land gekommen, nachdem die Flug- und Zugverbindungen gekappt wurden. Touristen, die mit dem eigenen Pkw in den Süden gefahren waren, befänden sich entweder schon wieder in der Heimat bzw. am Weg zurück, meinte Guschelbauer abschließend.

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