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Heidenspaß in der Fußgängerzone

Von Hannes Fehringer, 06. Februar 2024, 00:04 Uhr
Heidenspaß in der Fußgängerzone
Beim Haager Karneval gibt es kein Prinzenpaar, nur eine Garde, die CanCan kann. Bild: MOSER JOSEF

STADT HAAG. "Na bitte, war ja gar nicht so schlimm, wie manche befürchtet haben", nahm Stadtpfarrer Helmut Prader den Haager Karneval vor so manchen verängstigten Schäfchen in Schutz, die vor der Premiere der Karnevalssitzungen Frevelhaftes ahnten. Hochwürden mit der "Erwin-Pröll-Gedächtnisfrisur" bekam kaum Fett ab, der "Mostbaron" (Franz Aigner) schaute sogar zum gelehrten Theologen auf, der "mehr akademische Titel" besitze als "der gesamte Gemeinderat zusammen".

Reinhard Stöckler gab bei seinem Sketch "Treibt’s die Kirche bunt?" zwar in Soutane, mit Birett am Haupt und Kreuz auf der Brust einen Würdenträger, der offiziell Frauen scheut, den aber das Schauen freut. Aber die Schüttelreime des neuen Karnevalspräsidenten waren einfach so lustig, dass sie nicht böse waren.

Man kann als Fernsehzuseher von deutschen Fastnachtsitzungen zum Freund und Förderer des Aschermittwochs werden und das Aschenkreuz auf der Stirn förmlich herbeisehnen. Beim Haager Karneval, meisterhaft moderiert von Entertainer Josef Losbichler, haben sie nach siebenjähriger Hungersnot des Humors wieder bewiesen, dass der Fasching ja doch lustig und Lachen die beste Medizin ist. Die Pointen wurden aus der Stadt Haag geholt, ein Kosmos, der für Eigenbauwitze reicht, die man selbst am Ende der Welt, nämlich im benachbarten Ernsthofen, versteht. Natürlich wurde aufgewärmt, dass Bürgermeister Lukas Michlmayr (VP) nicht der einzige Führerschein-Abstinenzler war, die man innerhalb der Narrenschaft euphemistisch "Fußgänger" nennt. Und natürlich muss bei einer Gerichtsverhandlung auf der Karnevalsbühne abgeurteilt werden, wenn Mostfässer auf dem Hauptplatz mysteriös in Flammen aufgehen und ein Gasthof für eine "geschlossene Gesellschaft" zusperrt, wenn Nationalratspräsident Wolfgang Sobotka mit Bundeskanzler Karl Nehammer auf etwas anderes als einen Burger einkehrt.

Den größten Skandal in Haag deckten aber "Slimy" (Franz Aigner) und "Chily" (Franz Dornmayr) auf, die mit ihren Rollatoren vergeblich ein Gasthaus ansteuern, das offen hat: "Diese Woche Ruhetag!" Fazit: Wie schön, dass der neue Karnevalsverein jedenfalls auf vier weitere Jahre gegründet wurde. Dass es 2026 wieder einen Karneval gibt, ist damit fix nicht normal.

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Autor
Hannes Fehringer
Lokalredakteur Steyr
Hannes Fehringer

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