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Steyr

Gebirgsbach und Badesee als spezielles Ziel für Radfahrer

Von Hannes Fehringer   02. Juli 2018 03:18 Uhr

Gebirgsbach und Badesee als spezielles Ziel für Radfahrer
Bernhard Huber zeigt auf, dass die meisten Radwege Flussverläufen folgen: "Das ist eine große Chance."

WINDISCHGARSTEN. Weil viele Radwege und Mountainbikestrecken der Region entlang von Gewässern verlaufen, soll daraus ein Markenzeichen werden.

Touristiker und begeisterte Pedaltreter haben sich bei vier Workshops in der Villa Sonnwend des Nationalparkes Kalkalpen die Köpfe zerbrochen, wie man den Radtourismus in der Region noch besser ankurbeln kann. "Wir haben schöne Mountainbikerouten und jetzt auch den Trans-Nationalpark-Radweg, aber den Ruf wie Südtirol, Istrien oder der Gardasee bei den Radfahrern haben wir noch immer nicht", sagt Bernhard Huber, Projektleiter der Innovationsplattform "Nature of Innovation" (NOI) der EU-Leaderregionen Nationalpark Kalkalpen, Traunviertler Alpenvorland, Linz-Land, Stadt-Steyr und Verein FAZAT Steyr. Die Vordenker haben jetzt aber Ideen auf den Tisch gelegt, das Bikerangebot der Region mit mehr Würze zu versehen, dass es besser von den Radtouristen wahrgenommen wird.

"Wir haben ein Alleinstellungsmerkmal", verweist Huber auf die Beobachtung der NOI-Aktivistenrunde, dass die meisten Radwege in der EU-Region entweder durch Bach- und Flusstäler verlaufen, oder zu einem stehenden Gewässer führen. Ufer, Schotterbank und Kiesstrände um die Seen sollen daher in das Radfahrerangebot direkt einbezogen und die Kombination Radeln und Naturbaden eigens beworben werden. "Das Chillen am Wasser müssen wir noch viel mehr ins Bewusstsein bringen", sagt Huber.

Aber auch bei der Erfindung von weiteren Hilfen und Annehmlichkeiten für das Radpublikum war die NOI-Projektrunde nicht denkfaul. Dabei ist zum Beispiel die Idee zu einer "R-App", einer App für die Handys von Radfahrern geboren. Über das elektronische Helferlein können Radfahrer sofort und ohne Umwege Unzulänglichkeiten bei der Beschilderung von Radwegen aber auch bisher übersehene Gefahrenquellen melden. Klar ist, dass die "App" ihrerseits allerlei brauchbare Auskünfte entlang der jeweiligen Wegstrecke gibt.

Noch mehr Augenmerk müsse der Tourismus der Region noch den E-Bikern widmen, Leuten, die sich beim Strampeln bergauf gerne von einem zuschaltbaren Elektromotor unterstützen lassen wollen. Nach Hubers Anregung müsste ein dichtes Ladenetz für die Elektroräder eine Selbstverständlichkeit werden. Ebenso dürften tüchtige Radmechaniker in den Fremdenverkehrsorten nicht weit zu suchen sein, forderten die Workshopteilnehmer auf ihrer Ergebnisliste.

Die Vorschläge sollen nun rasch über die Leader-Regionen in die Wirklichkeit umgesetzt werden und nicht in Schubladen verstauben. "Dazu gibt es die NOI-Plattform ja", sagt Huber.

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