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Salzkammergut

Gebürtige Ampflwangerin wird neue Ministerin

31. Dezember 2019 00:05 Uhr

Gebürtige Ampflwangerin wird neue Ministerin
Das neu geschaffene Integrationsministerium soll mit Susanne Raab (ÖVP) aus dem Bezirk Vöcklabruck besetzt werden.

AMPFLWANG. Die 35-jährige Susanne Raab schafft den Aufstieg von der Beamtin zur Ressortleiterin.

Die in der künftigen Bundesregierung von der ÖVP vorgesehene neue Integrationsministerin heißt Susanne Raab und kommt aus dem Bezirk Vöcklabruck, genauer gesagt aus Ampflwang. Die 35-Jährige ist keine Unbekannte in der Szene: Schon seit längerem widmete sich Raab als Sektionschefin dem Thema Integration. Nun kann sie selbst die Richtung weisen, in einer Koalition mit den Grünen keine uninteressante Aufgabe.

Öffentlich ist Raab bisher kaum bekannt. Doch die Ampflwangerin beschäftigt sich mit Integrationsfragen schon seit den Tagen, als Sebastian Kurz noch im Innenressort als Staatssekretär diente. Später machte sie im Außenamt Karriere und war bei ihrem Antritt 2017 Österreichs jüngste Sektionschefin. Zuletzt gehörte sie dem Verhandlungsteam der ÖVP bei den Koalitionsgesprächen mit den Grünen an. Über Raabs Tisch gingen Vorhaben wie das Islamgesetz und das Burka-Verbot. Ihren Zugang zum Integrationsthema, das sie als Sisyphus-Arbeit schildert, beschrieb sie in einem Interview wie folgt: "Es ist eine große Herausforderung, sowohl die Mehrheitsgesellschaft abzuholen, als auch die Zuwanderer zu fördern."

Studium in Innsbruck

Susanne Raab wuchs im Reiterdorf Ampflwang auf, lebt nun aber verheiratet in Niederösterreich. Studiert hat die Juristin in Innsbruck, und zwar neben Jus auch Psychologie. In der Tiroler Landeshauptstadt wurde sie auch für kürzere Zeit Uni-Assistentin für Zivilrecht, bevor sie die Ministeriumslaufbahn einschlug. Zuletzt unterrichtete sie nebenbei an der Donau-Uni Krems.

Einen Drang nach vorne hatte Raab schon zu Schulzeiten, war sie doch in Vöcklabruck Schulsprecherin und später Obfrau der ÖVP-nahen Schülervertretung in Oberösterreich. Auch als Wahlhelferin machte sie sich verdient. Soziales Engagement ist Raab nicht fremd. Als sie Anfang 20 war, reiste sie für ein Projekt nach Brasilien – ein Frauenhaus, das sich darum bemüht, Mädchen aus der Straßenprostitution zu holen. Bis heute unterstützt sie die Initiative. (gs)

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