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Salzkammergut

Nach Waldbrand bleibt Klettersteig in der Echernwand endgültig gesperrt

Von Edmund Brandner   19. Oktober 2018 04:31 Uhr

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Bild 1/33 Bildergalerie: Waldbrand in Hallstatt: Löscharbeiten gehen weiter

HALLSTATT. Die sieben evakuierten Häuser in Hallstatt konnten nun wieder bezogen werden.

Nach dem Waldbrand im August – vermutlich ausgelöst durch einen Zigarettenstummel – wurden die Aufräum- und Sicherungsarbeiten in der Hallstätter Echernwand vor wenigen Tagen abgeschlossen. Damit konnten auch die Bewohner der sieben evakuierten Häuser am Fuß der Wand wieder zurückkehren. Nicht zurückkehren können aber die Kletterer in der Echernwand. Der 2010 angelegte Klettersteig über 450 Höhenmeter (Schwierigkeitsgrad C/D) bleibt endgültig geschlossen.

Aufwendige Absicherungen

Experten der Wildbach- und Lawinenverbauung haben in den vergangenen Monaten die Wand mit Steinfangnetzen aufwendig gesichert. Ein Behelfsdamm wurde errichtet, ein großer Felsblock in der Wand mit sechs Ankerungen stabilisiert und lockeres Gestein entfernt. Nicht entfernt wurden hingegen die abgebrannten und lockeren Baumstümpfe. "Die Arbeit hätte dann noch bis zum Frühjahr gedauert und unseren Kostenrahmen gesprengt", sagt Wolfgang Gasperl, Leiter der Oberösterreichischen Lawinen- und Wildbachverbauung. Außerdem hätten die Häuser während der gesamten Arbeiten evakuiert bleiben müssen.

Die Baumleichen in der Wand werden in den kommenden Jahren nach und nach den Halt verlieren und ins Tal rutschen. Für die Siedlung unter der Wand stelle das keine Gefahr dar, so Gasperl. "Das Totholz verfängt sich im Gestrüpp." Für Kletterer sei die Situation aber zu gefährlich. Deshalb könne die Behörde die Wiedereröffnung des Klettersteiges nicht genehmigen.

In Hallstatt gibt es zwar Verständnis für die Maßnahme, weniger Verständnis aber für Menschen, die durch weggeworfene Zigarettenstummel Waldbrände auslösen. "Es tut uns leid, dass unser Klettersteig dem Leichtsinn eines Alpinisten zum Opfer fiel", sagt Reinhard Kerschbaumer, Obmann der Alpenvereinssektion Hallstatt. "Der Steig war eine echte Bereicherung für das Salzkammergut und wurde von Kletterern sehr gut angenommen."

Als Ende August der Wald in Flammen stand, waren bis zu 100 Helfer tagelang im Einsatz. Das Feuer wurde mit Hubschraubern aus der Luft und mit Rohrleitungen vom Hallstättersee gelöscht.

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