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Landschloss Ort: Zwölf Hotelinvestoren meldeten sich

GMUNDEN. Noch in diesem Jahr möchten sich Bund, Land und Stadtgemeinde Gmunden auf ein Hotelprojekt beim Landschloss Ort einigen. Zur Auswahl stehen nach einer Ausschreibung zwölf Projekte.

Tourismusexperten geben einem Kongresshotel gute Chance, weil das dazugehörige Kongresshaus bereits existiert.  Bild: ebra

Im Bemühen um ein neues Hotel in Gmunden sind die Verantwortlichen am Traunseeufer einen Schritt weiter gekommen. Insgesamt zwölf Investoren haben auf eine Ausschreibung reagiert und ihr Interesse bekundet, ein Kongresshotel beim Toscana Congress zu errichten.

Areale zusammenführen

Das Landschloss Ort ist im Besitz des Bundes. Das Kongresszentrum und die Villa Toscana gehören dem Land Oberösterreich. Für eine künftige touristische Nutzung sollen die beiden Areale zusammengeführt werden. Die Stadtgemeinde Gmunden machte den Weg dafür mit einem einstimmigen Grundsatzbeschluss frei: Das Landschloss-Areal – bisher Standort der Forstlichen Ausbildungsstätte – wird künftig für für ein Kongresshotel zweckgewidmet. Mit diesem Paket ging man im Frühjahr per Ausschreibung auf Investorensuche.

Bis Ende der Frist haben sich zwölf Interessenten bei der Landesregierung gemeldet. „Wir werden alle eingereichten Projekte mit Hilfe externer Tourismusberater jetzt genau überprüfen und eine Shortlist mit den besten Projekten erstellen“, sagt Tourismuslandesrat Michael Strugl (VP). Noch in diesem Herbst werden Vertreter von Bund, Land und Stadtgemeinde das vielversprechendste Projekt auswählen. Wenn alles wie geplant verläuft, können 2018 die Planungsarbeiten beginnen.

Laut einer Potantialanalyse der Tourismusagentur Kohl & Partner würde ein Kongresshotel am Standort des historischen Landschlosses beste Voraussetzungen vorfinden. Das bestehende Kongresszentrum würde die Grundauslastung sicherstellen, und umgekehrt würde das Hotel dem Veranstaltungsort neues Leben einhauchen. „Dass unser Kongresshaus 1982 ohne Hotel errichtet wurde, war ein Fehler, den wir jetzt endlich beheben könnten“, sagt VP-Bürgermeister Stefan Krapf.

Wobei der Bürgermeister betont, dass der Toscanapark unberührt bleiben muss. „Der Park steht unter Naturdenkmalschutz und darf von einem Hotelprojekt nicht berührt werden“, sagt er.

Zugleich kündigt Krapf an, auch am Areal des ehemaligen Parkhotels die Suche nach Investoren wieder aufzunehmen. Auch dort soll eine Potentialanalyse durch Tourismusexperten die Basis für eine Ausschreibung sein.

„Wenn wir den Tourismus nicht ankurbeln, vergeben wir eine Riesenchance“, sagt Krapf. „Im Vorjahr verzeichnete unsere Stadt 91.000 Nächtigungen. Bad Aussee hatte im gleichen Zeitraum 260.000 Nächtigungen und Bad Ischl 360.000. Das zeigt mir, welches Potential wir brach liegen lassen. Wenn es uns gelingt, zusätzliche Hotelbetten zu generieren, würde das einen Dominoeffekt auslösen. Es wäre ein enormer wirtschaftlicher Impuls für die Stadt.“

 

Auf Ruinen errichtet

Während das Seeschloss Ort bereits im 10. Jahrhundert errichtet wurde (und damit eines der ältesten Gebäude im Salzkammergut ist), stammt das Landschloss aus dem frühen 17. Jahrhundert. Es wurde auf den Ruinen einer Wehranlage und eines Bauernhofs errichtet, die während der Bauernkriege abgebrannt waren. 1918 ging das Schloss von den Habsburgern in den Besitz der Republik über.

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Artikel Edmund Brandner 19. Oktober 2017 - 05:48 Uhr
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