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"Ein Fehler kann hier oben tödlich sein"

GMUNDEN. Christian Ortner ist als Polier für den Bau des Aussichtsturms am Grünberg verantwortlich.

"Ein Fehler kann hier oben tödlich sein"

Die nächsten Türme errichtet der Innviertler auf Usedom, in Kanada und auf Mauritius. Bild: Hörmandinger

Als Innviertler ist Christian Ortner Berge nicht gewöhnt. Luftige Höhen aber schon. Der Baupolier aus Gurten (Bezirk Ried im Innkreis) ist auf die Errichtung von Holztürmen spezialisiert. In den vergangenen zwei Monaten leitete er den Bau des 39 Meter hohen Aussichtsturms – dem Herzstück des neuen Baumwipfelpfades – auf dem Gmundner Grünberg.

Ortners Arbeit erfordert Akrobatik und gute Nerven. "Natürlich gewöhnt man sich an die Höhe", sagt er. "Aber es ist trotzdem immer wieder eine Herausforderung, fast 40 Meter über dem Boden zu arbeiten. Du brauchst Vertrauen in deine Kollegen und in das Material und musst dich voll konzentrieren." Er habe zwar einen der schönsten Arbeitsplätze Österreichs, sagt der Familienvater. "Aber ein Fehler kann hier oben tödlich enden. Das darf man nie vergessen."

"Ein Fehler kann hier oben tödlich sein"

Der Holzturm ist 39 Meter hoch

Eröffnung am 28. Juli

Christian Ortners Arbeit ist inzwischen getan, der Turm steht. Während seine Kollegen jetzt noch die letzten Montagearbeiten erledigen, ist der Innviertler bereits weitergezogen. Seine nächsten Turmbaustellen liegen auf der Ostseeinsel Usedom, in Kanada und auf Mauritius.

Eröffnet wird die spektakuläre Attraktion auf dem Gmundner Hausberg, die pro Jahr rund 200.000 Besucher anlocken soll, am 28. Juli. Die offizielle Einweihung mit politischer Prominenz folgt am 7. August.

Das Interesse von Wanderern sei aber schon jetzt enorm, sagt Melika Forstner, die Standortleiterin der Betreiberfirma Erlebnis Akademie AG. "Viele wollen den Turm schon jetzt besteigen, wir müssen sie aus Sicherheitsgründen aber zurückweisen."

Auch mit Raunzern schlagen sich die Bauarbeiter herum. "Manche kritisieren, dass die Stadtgemeinde für den Turm Geld ausgebe", sagt Forstner. Dabei handelt es sich um ein privatwirtschaftliches Projekt. Der Turm wird von der bayerischen Erlebnis Akademie AG finanziert. (hörm/ebra)

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Artikel 13. Juli 2018 - 02:31 Uhr
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