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Oberösterreich  > Salzkammergut

Bundesforste wollen Windpark am Saurüssel errichten

STRAß I. A. Die fünf betroffenen Gemeinden stehen grundsätzlich positiv zu Windrädern am Saurüssel.

Bundesforste wollen zwischen Attersee und Mondsee einen Windpark errichten

Ein Bekenntnis zur erneuerbaren Energie haben die Bürgermeister rund um den geplanten Windpark am Saurüssel abgegeben. Bild: Weihbold

Auf dem 956 Meter hohen Saurüssel zwischen Attersee und Mondsee wollen die Österreichischen Bundesforste (ÖBf) einen Windpark errichten. "Das Projekt steht noch ganz am Anfang", bestätigt ÖBf-Pressesprecherin Pia Buchner jedoch die Pläne. Um die Windverhältnisse zu ermitteln, laufen seit 2013 Messungen. "Die ersten Ergebnisse lassen auf gute Windverhältnisse schließen", sagt Buchner. Die technische Planung und die Prüfverfahren sollen erst heuer anlaufen.

Als ersten wichtigen Schritt haben die Bundesforste jedoch mit den fünf betroffenen Gemeinden (Weißenkirchen, Tiefgraben, Zell am Moos, Oberwang und Straß im Attergau) bereits Grundsatzvereinbarungen für die Windkraft abgeschlossen. In allen Ortsparlamenten sind dazu die Beschlüsse einstimmig gefallen. Alle betroffenen Flächen sind übrigens im "Windkraftmasterplan des Landes OÖ" als Vorrangflächen ausgewiesen.

"Es gibt mehr Argumente dafür als dagegen", verteidigt Bürgermeister Markus Bradler (VP) aus Straß die Entscheidung der fünf Gemeinden für die Windkraft. "Wir haben uns jedes Argument angeschaut. Wir stehen dahinter."

Ob’s schön ist, darüber könne man geteilter Meinung sein, räumt Bradler ein. "Wenn man es aber eh schon so versteckt, dass man es im Wald fast nicht mehr sieht, kann man nicht dagegen sein." Der Straßer Bürgermeister spricht sich dafür aus, dass man jedes Mosaiksteinchen zur Energiegewinnung, die die Umwelt gering belastet, nutzen müsse. "Man kann nicht alles verhindern, sonst würden wir irgendwann anstehen."

"Es gibt noch keinen Plan, wo wie viele Windräder hinkommen", erklärt Josef Meinhart, VP-Bürgermeister von Weißenkirchen. Wie sein Amtskollege Johann Wiesinger aus Zell am Moos legt er aber ein Bekenntnis zur alternativen Energiegewinnung ab.

Bürgermeister Matthias Hausleitner (VP) aus Oberwang verweist darauf, dass der Abstand zum nächsten bewohnten Haus 800 Meter betragen müsse. Er sei persönlich nicht gegen die Windkraft, will aber auch die Nachteile nicht verschweigen. "Wir sind im Salzkammergut und leben in einer wunderschönen Gegend, da muss man auch auf das Landschaftsbild Rücksicht nehmen", sagt er zu den OÖNachrichten.

 

Zitate

"Es gibt mehr Argumente für die Windkraft als dagegen.“
Markus Bradler, VP-Bürgermeister von Straß i. A.

„Wir wollen uns der erneuerbaren Energie nicht verschließen. Ob das bei uns aber der große Renner wird, bleibt dahingestellt. Ich persönlich bin nicht dagegen, aber es gibt Bürger, die sagen: Schön schaut’s nicht aus.“
Matthias Hausleitner, VP-Bürgermeister von Oberwang

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Artikel Gerhard Hüttner 19. Januar 2015 - 00:04 Uhr
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